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Angekommen!

11. März 2010

So sieht’s aus, ich bin endlich DA! In diesem Moment sitze ich bereits in meinem Büro in der DAAD-Zentrale in Hanoi, Vietnam. Gestern Abend bin ich um ca. 22:30 angekommen und wurde direkt von Juliane, meiner Kollegin, abgeholt. Zuerst war ich misstrauisch, als mich ein Vietnamese gleich am Ausgang aus der Masse herauswinkte, doch als ich dann Juliane sah, fiel mir ein Stein vom Herzen. Ich hatte schon befürchtet mit meinem Koffer und meinem Gepäck auf Hostelsuche gehen zu müssen. Mit dem Taxi fuhren wir dann ca. 45 Minuten lang zum Gasthaus des Bildungsministeriums. Das hört sich erstmal wichtiger an, als es in Wirklichkeit ist. Es handelt sich um ein ganz normales Gästehaus, dafür aber um ein sehr anständiges, das einiges zu bieten hat. Unter anderem eine heiße Dusche und einen Internetanschluss. Von Kenia war ich in der Beziehung ja eher anderes gewohnt. Zeit für Sightseeing war gestern nicht mehr, aufgrund der späten Uhrzeit war die Stadt wie ausgestorben. Heute Morgen konnte ich dann auf dem Weg zum Büro die ersten Eindrück gewinnen. Zunächst einmal fällt auf, dass Hanoi eine wahnsinnig geschäftige Stadt ist. Überall wird gehupt, gedrängelt, überholt und umkreist. Die Motoroller sind so zahlreich wie gefährlich. Auch zu Fuß ist man unterwegs, die Straßenränder sind gesäumt von kleinen Imbissen, meisten auf Rädern. Nicht weiter verwunderlich ist die Tatsache, dass die gute Hälfte der Leute hier einen Mundschutz tragen. Es ist nämlich fürchterlich staubig in Hanoi, der Dreck, der vor allem von den Fahrzeugen ausgeht, liegt in der Luft, lässt sich riechen und schmecken.

Das Gebäude, in dem der DAAD seine Räume hat, nennt sich Vietnamesisch-Deutsches Zentrum. Im zweiten Stock besetzt der DAAD hier ein halbes Dutzend Büroräume, hinter einer der Türen findet man ab heute mich. Überall sind Werbematerialien zu finden, Brochüren, Hefte, Bücher, Karten. Die Werbetrommel für deutsche Unis und für die deutsche Forschung wird kräftig gerührt. Das Personal besteht hauptsächlich aus Vietnamesen. Nur ich, Juliane und die Chefin Fr. Bossmann sind deutscher Herkunft. Trotzdem sprechen alle Mitarbeiter gutes Deutsch. Und dem ersten Eindruck nach besteht das gesamte Kollegium aus herzlich netten Menschen. Das lässt gute Hoffnungen auf eine effektive Zusammenarbeit zu.

So, nun werde ich mich allmählich mal der Arbeit widmen, die mich hier erwartet. In einer Konferenz soll ich dazu genaueres erfahren. Irgendwann heute wird es sicherlich nochmal ein Update meinerseits geben, dann hoffentlich auch mit den ersten Fotos aus Hanoi.

Grüße aus Hanoi,

Steven

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