Am vergangenen Sonntag hatten wir endlich mal wieder die Zeit einen Ausflug zu machen. Nachdem wir die letzten Male immer zum Mittelmeer gefahren sind, hat es uns diesmal in die andere Richtung gezogen: In die Wüste ans Tote Meer
Israel hat vier Klimazonen. Für solch ein kleines Land ist das ganz schön beachtlich und so kann man also im Winter auf dem Mount Hermon in den Golanhöhen Skifahren und dabei auf die Wüste herabblicken.
Nach einer ca. 2 Stündigen Busfahrt sind wir in Masada angekommen, einer ehemaligen jüdischen Festung, die auf einem freistehenden Berg vor dem toten Meer liegt. Sie gehört zum UNESCO Weltkulturerbe:
Nach dem Fall des 2ten Tempels in Jerusalem konnten einige Juden noch nach Masada fliehen, bis die Römer auch hier her kamen, um die letzte, in jüdischer Hand verbleibende, Stätte einzunehmen. Erst hatte man versucht, die Leute verhungern zu lassen, indem man den Berg umstellte und keine Lieferungen zuließ. Aber Masada hatte von allem genug. Ein großes Zisternensystem versorgte die Stadt mit Wasser und auch Essen wurde in großen Mengen gelagert.
Nachdem die Einwohner Masadas nicht verhungerten, begannen die Römer eine riesige Rampe für die Erstürmung der Stadt zu bauen. (siehe Foto oben)
Indem sie einen riesigen Rammbock diese Rampe hochschoben und mit diesem die Mauern der Festung einschlugen, konnten die Römer Masada einnehmen…
Sie fanden aber nur noch die Leichen der 2000 Bewohner Masadas, da zehn von ihnen ausgelost wurden, um den Rest zu töten (Alle haben dem zugestimmt) und diese Zehn dann wieder ausgelost haben wer den anderen 9 und dann sich selbst das Leben nimmt. Sie wollten nicht in die Sklaverei der Römer und haben deshalb zuerst selbst die ganze Stadt zerstört und dann den Freitod gewählt. Was sie den Römern gelassen haben, waren die Vorräte an Essen, damit diese nicht denken konnten, sie seien verhungert und der römische Plan sei aufgegangen…
Nach diesem langen, interessanten, sehr anstrengenden aber schönen Ausflug haben wir uns noch einen Sprung ins Tote Meer gegönnt. Das ist wirklich beeindruckend. Man schwimmt einfach an der Oberfläche und auf dem Grund liegen unendlich viele Salzkristalle. Das Wasser fühlt sich auf der Haut sehr ölig an.
Leider wurde uns der Tip gegeben, nach En Boqeq zu fahren, da es dort einen Sandstrand gibt. Das haben wir letztendlich sehr bereut, weil der Ort einfach unendlich scheußlich war.
