IDF bei Facebook: The best years of my life?!

Es sind nur noch 3 Tage, bis ich meine Heimreise antreten muss. Aber dies soll nicht mein letzter Artikel bleiben. Für den möchte ich mir nämlich Zeit lassen, um ein reflektiertes Fazit des vergangenen Jahres ziehen zu können.
Vielmehr habe ich mal wieder etwas gefunden, das ich meinen Blogbesuchern nicht vorenthalten möchte. Immerhin gingen Fotos von amerikanischen Soldaten im Irak um die ganze Welt und wurden nicht zuvor – wie in dem folgeden Artikel - auf Facebook veröffentlicht. Verpackt mit dem Albentitel: The best years of my life?!

(Updated below)

The excellent Hebrew blog “Sachim” (kinda like the Israeli word for “mates”), which tracks the character of the young, pseudo-liberal Israeli mainstream, published a selection of pictures from the Facebook profile of one Eden Abergil, a recently discharged IDF woman soldier. The album, titled “Army.. the most beautiful time of my life :) ”  begins with fairly ordinary stuff:

But then…

Comment from Shani Cohen: “LOL all my loves in one picture!!! My heart is pumping hard!!!”

And then…

And the comments:

Adi Tal: “You’re the sexiest like that…”

Eden Abergil: “Yeah I know lol mummy what a day it was look how he completes my picture, I wonder if he’s got Facebook! I have to tag him in the picture! lol”

Shani Cohen: “LOL you psycho… I wonder who’s the photographerrrrr”

Shani Cohen: “Eden… he’s got a hard-on for you… lol for sure!!!”

Eden Abergil: Lol no honey he’s got a hard-on for youuu this is why you took that picture lol you took my picture!!!!”

In case you thought/hoped this was satyre, here’s the original album[update 5pm: now blocked] and here’s a screen capture:

Theses pictures really do speak for themselves; of course, Abergil is no better or worse than thousands of other Israeli soldiers, and I’d like to hope a few years from now she’ll be appalled, rather than amused by the memories. We may and should cut slack to the effect of conflict on a young person’s sensitivity and moral standards – Abergil by no means should be scapegoated for all excesses of the IDF – and remember efforts by separate individuals, even in uniform, to make an intolerable situation more bearable.

But we should always remember  that this, only this and nothing else, with its ignorance, naive bigotry, and blunt power-play – is the real face of our occupation of the West Bank:

Israeli blogosphere and third sector are already abuzz about this; I’ll update this post as soon as the first official complaint is filed or new information comes in.

Update 3:20pmYnet and Globes caught up with the story. Globes carries the first comment from the IDF spokesperson:

On the face of it, this is blunt, ugly behavior by the soldier. Considering the fact the soldier was discharged last year, all details of the case were transferred to her commanders, for further treatment.

Ynet has a statement from the Public Committee Against Torture:

” Pictures of this kind reflect the norms accepted among Israeli soldiers at checkpoint, and the treatment meted out to Palestinian detainees.”
Clarification: I did approach Ms Abergil for comment. No reply so far.
Update 5pm: Abergil responded to blogger and musician Dan-ya Shwartzsaying: “I don’t understand why it’s any of your business to go prying through people’s Facebooks and always find the bad. [Go] deal with more important matters. “
Update 5:30pm: Abergil changed her privacy settings, blocking her album to non-friends.
Update 5:45pm: This has to be the quickest internet shit-storm I ever watched unfold in Israel: FakeEdenAbergil just went on air.
Update 6pm: The story is now the main headline on Haaretz.com
Update 7pm: Abergil replied to a query from Lisa Goldman: “I don’t speak to lefties.”
Part II: Breaking the Silence release worse photos | Part III: Abergil gets meme treatment, declares she would be happy to massacre Arabs.

” Pictures of this kind reflect the norms accepted among Israeli soldiers at checkpoint, and the treatment meted out to Palestinian detainees.”

Quelle: http://reider.wordpress.com/2010/08/16/the-best-years-of-her-life-fond-memories-of-blindfolded-prisoners/

In dem oben genannten Blog finden sich weitere, sehr interessante und teilweise noch schockierendere Artikel. Wie dieser Artikel über “IDF Souvenirfotos”.

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Musiktipp: D.A.M. – min irhabi (Wer ist der Terrorist)

Warum ich von dieser palästinensischen Hip-Hop-Gruppe erst jetzt, nur ein paar Tage vor meinem Abflug nach Deutschland, ausgerechnet von einem israelischen DJ erfahre ist mir ein Rätsel. Trotzdem eine Freude guten arabischen Hip Hop “gefunden” zu haben. Ein guter Track der Gruppe D.A.M. ist z.B. dieser hier: Min irhabi? (Wer ist der Terrorist?)
Diesen möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten – stelle an dieser Stelle aber klar, dass ich den Text teilweise sehr gewagt finde. Nach meiner Schulbildung in Deutschland würde ich nämlich nicht wagen, gar auf die Idee kommen, die Israelis mit den Nazis zu vergleichen. Aber das ist ein anderes Thema…

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Umstrittene PR-Idee Israels

Eigentlich sitze ich gerade mitten auf meiner Nah-Ost-Reise einfach mal ein bisschen im Internet-Cafe und lese die neuesten Nachrichten aus Deutschland. Doch dann finde ich diesen Artikel auf tagesschau.de und freue mich wieder tierisch darauf in ein paar Tagen in dieses “irre” Land zu kommen:

Zynismus als Waffe gegen die Hamas

Das israelische Presseamt hat mit einer Werbe-E-Mail für Aufregung gesorgt: Mit der Botschaft “Es gibt keine humanitäre Krise in Gaza” verwies das Amt auf ein Luxusrestaurant in Gaza-Stadt und sandte die Botschaft an Korrespondenten aus aller Welt.

Von Sebastian Engelbrecht, ARD-Hörfunkstudio Tel Aviv

Das Restaurant "Roots" in Gaza-Stadt (Quelle: http://www.rootsclub.ps)

Das Restaurant "Roots" in Gaza-Stadt (Quelle: http://www.rootsclub.ps)

Der Werbefilm für das Restaurant “Roots” in Gaza zeigt bunte Fruchtshakes, üppige Fleischplatten, fette Sahnetorten und Kellner, die dampfende Teller servieren. Strahlende Gäste, unter ihnen Palästinenserpräsident Machmud Abbas und Hamas-Chef Ismail Hanija, treffen sich in harmonischer Atmosphäre in der edelsten Gaststätte, die Gaza zu bieten hat.

Auf dieses Video über den scheinbaren Wohlstand und die vermeintliche Normalität des Lebens in Gaza machte kürzlich das Presseamt der israelischen Regierung aufmerksam. Die Botschaft lautete: “Es gibt keine humanitäre Krise in Gaza”, sagte Daniel Seaman, der Chef des Regierungs-Presseamtes. Er steckte hinter der sonderbaren Empfehlungs-E-Mail an die Korrespondenten aus aller Welt in Israel. Gegen Vorlage eines gültigen Presseausweises erhalte man in der Gaststätte Rabatt, schreibt das Presseamt obendrein.

Das “Roots” – ein Ort für Reiche

Tatsächlich ist das “Roots” eine Oase in Gaza-Stadt. Frische grüne Hecken und leuchtende Girlanden schmücken den Hof. Kellner erscheinen im frisch gebügelten weißen Hemd. “Wir haben ein ausgezeichnetes Angebot, einen hervorragenden Service und Umgang mit den Gästen und bieten ein besonderes Flair”, sagt beispielsweise Kellner Mohammad. “Unsere Gäste sind Touristen, berühmte reiche Familien und VIPs.”

Das “Roots” ist ein Ort für Reiche. Der normale Mensch in Gaza kann sich einen Besuch in dem Edelschuppen nicht leisten. Die Arbeitslosigkeit liegt bei mindestens 50 Prozent. Die Palästinenser in Gaza hungern nicht, aber sie leben in Armut und Isolation.

Ismail Hanija (Foto: AP)
Palästinenser-Präsident Machmud Abbas (Foto: Reuters)

“Wir wollten einen etwas anderen Akzent setzen”

Was soll also die Reklame des Presseamtes? Macht ein israelisches Amt wirklich mit Zynismus Stimmung für die Sache der Regierung? Warum wirbt er für das Luxus-Restaurant in Gaza, fragten wir den Direktor des Presseamtes, Seaman, in seinem Büro in Jerusalem. “Das belegt ein bisschen die Tatsache, dass es keine humanitäre Krise in Gaza gibt, die manche Leute gezielt und politisch vorführen wollen”, antwortete Seaman. “Und das hatte Erfolg. Es gab Journalisten, die gelacht haben und wirklich den Zynismus der Sache verstanden haben. Und es gab andere Journalisten. Wir haben damit Aufmerksamkeit erregt. Wir wollten weg davon, dass die Lage in Gaza so sei, wie die Palästinenser das darstellen und die, die ihre Interessen vertreten. Wir wollten da einen etwas anderen Akzent setzen.”

“Wir haben erreicht, was wir erreichen wollten”

Er habe es versucht mit Statistiken über die Einfuhr von Lebensmitteln und anderen Hilfsgütern nach Gaza, sagt Seaman. Aber die Journalisten habe es nicht interessiert. Erst der zynische Hinweis auf den üppigen Reichtum in Gaza habe ihm die nötige Aufmerksamkeit gebracht. “Wir haben Interesse geweckt bei Leuten, die das wirklich überprüfen wollen, auf glaubwürdige und anständige und wirklich journalistische Weise – und nicht mit einer politischen Agenda”, sagt Seaman.

“Damit sich diese Leute dann fragen: Moment mal, wenn das wirklich so ist, warum reden wir dann über eine humanitäre Krise? Insofern haben wir erreicht, was wir erreichen wollten.” Ob Seaman und das Regierungs-Presseamt mit ihrer Methode Erfolg haben, sei dahingestellt. Viele Journalisten in Israel empfanden die Werbe-Idee als geschmacklos. Im Kern des Gaza-Konflikts geht es nicht um knurrende Mägen, sondern um den Hunger der Menschen nach Freiheit.

Quelle: tagesschau.de

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Filmtipp: Waltz with Bashir

Während unserem Zwischenseminar in Amman, was mittlerweile nun schon über ein halbes Jahr zurück liegt, schauten wir Abends den Film “Waltz with Bashir”. Nach dem Film war klar, dass ich dazu unbedingt einen Filmtipp schreiben müsse, was dann irgendwie wieder untergegangen war. Heute Abend haben wir uns in einer kleinen Runde bei einem israelischen Maccabee-Beer über den Film unterhalten und so möchte ich ihn dir, lieber Leser, hiermit sehr nahe legen.

Ari Vollmann’s ”Waltz with Bashir” erzählt Ari’s eigene Geschichte. 1982 war er bei der Invasion des Libanons auf Seiten Israels dabei und verlor nach dem Krieg all seine Erinnerungen daran. Jahre später interviewt er seine damaligen Kameraden um Klarheit zu bekommen, was damals wirklich geschah. Auf diesen Interviews basiert der animierte Film, der sehr authentisch aufzeigt was Krieg bedeutet und wie er Menschen direkt betrifft und andere mit hinein zieht.

Ein wichtiger Teil des Films beschreibt das Massaker von Sabra und Schatila, das später von den Vereinten Nationen als Genozid gewertet wird. In den beiden palästinensischen Flüchtlingslagern ermordeten christliche Milizen in den drei Tagen vom 16. bis 18. September 1982 Unmengen Menschen. Soweit konnte es jedoch nur kommen, da der damalige Verteidigungs- und spätere Premierminister Israels, Ariel Sharon, erst nach diesen drei Tagen den Befehl gab das Massaker zu stoppen. Nach verschiedenen Angaben kamen bei diesem Völkermord zwischen 800 und 3300 Menschen ums Leben.

“Waltz with Bashir” ist ein inhaltlich schrecklicher – Aber großartig aufgearbeiteter Film der sehr nahe geht. Ich würde mich sehr freuen, wenn du ihn dir anschauen würdest und danach vielleicht einen Kommentar zu diesem Artikel hinterlassen könntest. Interessant dazu ist auch die Filmkritik Ein Meilenstein des Kinos: „Waltz with Bashir“ der FAZ, wobei es unzählige Kritiken auch bei Google zu finden gibt.

Hier nun aber erst einmal der Trailer:

Nachtrag: Der erste Kommentar ist schon sehr interessant. Unbedingt lesen… ;)

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Israelische Satire

Ein satirisches Video aus einer israelischen TV-Sendung, dass ganz lustig zeigt wieso man in Jerusalem am “George W. Bush” Platz vorbei läuft und wie Israel seine Interessen ganz gerne im Ausland durchsetzt.

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Tanzende Soldaten

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