Auferstanden von den Toten

Es ist es peinlich. Peinlich wie lange ich schon nichts mehr geschrieben habe. Drei kleine Einträge und dann Stille. Nach einem Monat, in dem ich nichts geschrieben hatte, hab ich mich lange gefragt was ich jetzt schreiben soll. Ich hatte keine Lust mich zu entschuldigen, mich zu erklären. Ich hatte keine Lust über irrelevante Sachen zu schreiben. Hatte keine Lust, lustlos meine Tage nachzuerzählen.

Mit jedem Tag der verstrich, wurde die Lust etwas zu schreiben kleiner und die Energie, die ich hätte aufbringen müssen, um mich dazu aufzuraffen grösser. Meine Motivation dagegen anzukämpfen immer weniger. Und meine Scham über dieses peinliche Ende mehr. Drei Einträge und dann nie wieder ein Wort. Ich hatte eine Leiche im Keller und ich wollte sie endlich begraben. Und alles löschen.

Heimlich, still und leise, am besten nachts. So dass es niemand bemerkte. So dass ich die Leiche endlich los wäre.

Ich weiß, das ist armselig.

Deshalb habe ich es auch nicht gemacht. Immerhin der Gedanke, dass das hoffentlich kaum jemand lesen wird, heitert mich auf. Und selbst wenn, ich schäme mich nicht (ok, vielleicht doch ein bisschen, aber nicht sehr). Man soll schreiben, wenn man etwas zu sagen hat. Und das hatte ich nicht. Zumindest nichts, was ich als relevant genug empfunden habe.

Mir geht es hier gut. Nicht so herausragend, dass ich die ganze Zeit davon schwärmen könnte. Aber mir geht es auch nicht schlecht. Zumindest nicht so schlecht, dass ich etwas zu jammern hätte. Dinge, über die ich mich freue, gibt es viele und Dinge, über die ich mich manchmal ärgern muss, natürlich auch. Die irgendwie banale Bilanz des Ganzen ist, dass alles im Einzelnen irgendwie gar nicht so wichtig ist.

Und weil ich das so nicht stehen lassen will, muss ich meine Leiche wohl doch wieder zum Leben erwecken.

Mit hoffnungsvollen Grüßen,

Margareta

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