Das dritte Wochenende in Argentinien ist vorüber und Ich versuch wieder einmal in Worte zu fassen, was da alles passiert ist…. wenn das so weitergeht dann stell ich mir einen Affenbutler ein^^

Auf geht’s:

Freitag war der letzte Tag für die beiden Praktikantinnen aus Deutschland in Montecarlo und diesem Umstand musste natürlich in irgendeiner weise Tribut gezollt werden. Für uns hieß das: bei der Gastmutter der beiden jede Menge Essen spachteln, das ein oder andere Erfrischungsgetränk zu sich nehmen und sich Witze aus längst vergangenen Tagen anhören…ohne die Getränke wär es etwas ermüdend geworden. Gott sein Dank ging diese Stunde irgendwann mal zu Ende und so machten wir uns auf den Weg nach Hause um unsere Sachen zu packen, denn dieses Wochenende sollte es nach San Ignacio gehen. Glücklicherweise konnte ich es einrichten das wir uns da mit einem Kumpel aus Berlin treffen konnten der, wie sich raus stellen sollte, für uns zum Glücksbärchen werden sollte^^ Ich nenne diesen Vagabunden einfach mal Martin. Die Gruppe, die sich aufmachte die uralten Geheimnisse einer versunken Stadt zu ergründen, bestand aus den Überlebenden meines letzten haarsträubenden Streifzugs, auf dem sich uns ja auch allerlei Skurrilitäten zur Schau stellten. Der „Plan“ bestand darin sich erst einmal in Montecarlo zu treffen und dann gemeinsam so gegen 19uhr nach San Ignacio zu fahren, wo wir von Martin aufegesammelt werden sollten. Natürlich hat das nicht so hingehauen. Egal, um 20:30uhr befanden sich alle im Bus Richtung San Ignacio und erwarteten freudigst die Dinge die da kommen sollten. Abgekommen sind wir so gegen 22:30uhr an einem ziemlich abgefuckten „Stadttor“ und wurden gleich mal vom örtlichen Tourismus beauftragten (geile Arbeitszeiten^^) abgefangen und in seine kleine Hütte gezerrt. Ich glaub er hat versucht mir irgendwie die tollen Sehenswürdigkeiten zu erläutern; die Tatsache das ich nicht ALLES verstanden hab hat ihn zum Glück nicht sonderlich verärgert. Zu meiner Erleichterung tauchte auch schon bald Martin in einem schneidigen Pickup auf und erklärte uns das wir jetzt erstmal in so einen „Club“ von einem seiner Cousins fahren (dazu muss man kurz sagen das Martin auf 1000 Wege wohl mit allen coolen/wichtigen Menschen in Argentinien verwandt ist….toll sowas!) und da dann hausieren werden. Da der Wagen nicht für den Transport von 5 Leuten ausgelegt war, nahmen wir kurzerhand auf der Ladefläche Platz und lauschten noch schnell dem Hinweis Martins, das wir uns keine Gedanken darum zu machen brauchen das diese Art der Personenbeförderung verboten sei, denn seinen Führerschein könnte man ihm eh nicht abnehmen….da er nämlich gar keinen besitzt. Nochmal Glück gehabt dachte Ich nur und schon begann die wilde Fahrt in Richtung „Club del Rio“. Es hat jedenfalls Sau Laune gemacht Nachts auf der Ladefläche durch die Prärie zu heizen!! Ich glaub die Gesichter der beiden Grinsekatzen nebenmir beschreiben die Situation viel besser als ich das jemals könnte^^ Im Club angekommen bestaunten wir erstmal die Pracht dieser Ferienanlage….ein echt steiler Zahn den sich dieser Cousin da hingestellt hat! Der “Club del Rio” liegt gut 5km außerhalb von San Ignacio am Fluss Paraná und bietet mit seinem rießigen Pool und seinen zahlreichen Ferienhäusern einen Luxus an den man sich erst einmal wieder gewöhnen muss. Glücklicherweise ist Martins Cousin einer der nettesten und spendabelsten Menschen in Misiones und so durften wir für umme in den Genuss dieses paradiesischen Kleinodes kommen. Als erstes verstauten wir einmal unser Gerümpel in einem der schicken, doppelstöckigen Holzhäuser und und machten uns auf zum Restaurant der Anlage, welches zum Glück noch geöffnet hatte (eine Familie hat den 15 geburtstag ihrer Tochter gefeiert), um eine Kleinigkeit [es gab Asado^^] zu Essen. Abgerundet wurde der turbulente Tag durch ein paar sehr feine Flaschen Rotwein, welche zuerst am Pool und später am Strand beim Lagerfeuer unter die Lupe genommen wurden. 

Um 5:00uhr ging es auch schon ins Bett, wir wollten ja schließlich am nächsten Morgen ausgeruht unser Frühstück zu uns nehmen. Samstag war schlicht und einfach sehr nett :-) Los ging es glaub ich mit einem feinen Mahl im Clubhaus. Danach machten wir uns alle an den Pool um mal zu testen wie schön man einen sonnigen Tag so verbringen kann. Ich hab mir noch schnell an der Bar einen „Cuba Libre“ bestellt und war sehr erfreut als mir der werte Barkeeper 12 cl von dem sehr zu empfehlenden „Havana Club 7 Anos“ in den 500ml Becher träufelte. Dementsprechend ausgerüstet lies es sich bei strahlendem Sonnenschein an dem Pool sogar einigermaßen aushalten…ach ja, für den Drink hab ich knapp 4 Euro bezahlt^^ Wir waren übrigens nicht die einzigen Sonnenanbeter die es sich am Wasser gemütlich gemacht haben ;-) Unser überaus freundlicher Gastgeber hat es sich weiterhin nicht nehmen lassen uns den Tag mit diversen Unternehmungen zu versüßen, so besuchten wir am frühen Nachmittag eine Farm auf der Orchideen und Mini-Palmen gezüchtet werden. Kurz bevor wir die „Farm“ erreichten hat es angefangen zu regnen….glücklicherweise war es aber ein sehr angenehmer, warmer Sommerregenschauer….echt klasse das Wetter in Misiones! Sogar wenn es regnet läuft man mit nem breiten Grinsen durch die Natur und freut sich das man das alles sehen darf! Ein Stückchen hinter der Farm gab im Wald einen kleinen Bach den wir uns natürlich auch noch anschauten…bei der Gelegenheit kann ich euch allen einmal empfehlen bei regen durch den Wald zu laufen…ein wirklich sehr schönes Gefühl (vor allem wenn es trotz Regen 21 C° ist und man in kurzer Hose herumstalkt^^). Hier möchte ich kurz ein paar Bilder vom Wald und dem Bach sprechen lassen:

Wieder zurück im Club machten wir uns daran unser Tagewerk zu vollenden, soll heißen: sonnen, lecker Essen, guten Wein genießen, Angeln, Lagerfeuer am Strand installieren und den wunderschönen Himmel betrachten. Die Atmosphäre war wirklich nicht in Worte zu fassen, jedenfalls in keine die mir geläufig sind….deshalb werd ich nun dem Wunsch einiger Folge leisten und noch ein paar Bilder zeigen….es war einfach genial!!!




Am nächsten Morgen ging es dann (was auch sonst^^) erst einmal ans Wasser und später dann zum eigentlichen „Höhepunkt“ des Ortes: „die Ruinen von San Andreas….Ignacio!“ Bei den Ruinen handelt es sich um eine 1696 gegründete Jesuitenreduktion die noch sehr gut erhalten ist. Ein wirklich schöner Ort. Nach dem Besuch packten wir schnell unsere Sachen, verabschiedeten uns von Martins Kumpel Manolo (der zufälligerweise der Manager der Anlage war^^) und bestiegen den Bus Richtung Heimat.

Das war, so in groben Worten umschrieben, mein Wochenende in San Ignacio. Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in meine schweißtreibenden Aktivitäten geben und vielleicht hat euch ja auch das ein oder andere Bild gefallen….in echt sah es natürlich noch viel beeindruckender aus. Da wir schon wieder 0:00uhr haben hör ich an dieser Stelle mal auf euch zu nerven und wünsch euch einfach eine tolle Zeit (mit vielen schönen Abenden….faszinierenden Sternenhimmeln und toller Gesellschaft…..vielleicht habt ihr ja auch so viel Glück wie ich^^), egal wohin es euch verschlägt!!!

La tierra giró para acercarnos
giró sobre sí misma y en nosotros,
hasta juntarnos por fin en este sueño…