Veröffentlichungen

Electronauts

Da der Mann meiner Chefin, Sergej, Veranstalter der “Electronauts” ist, des georgischen Elektro-Musikpreises, konnte auch ich eine Karte für letztes Wochenende erhaschen und einen Einblick in die georgische Elektroszene werfen, einen schönen Abend verbringen und gleichzeitig den G.U.R.U.-Club kennen lernen. Hier könnt ihr auch einen Kurzfilm zu dem Event sehen.

Tamunas Hochzeit

Jedes Land hat seine eigenen Traditionen und Bräuche, besonders bei Festen wird das deutlich, natürlich auch bei so wichtigen Festen wie einer Hochzeit.

Tamuna, eine meiner Kolleginnen hat am 11.04. Irakli geheiratet und ich durfte dabei sein. Hier erstmal ein paar Fotos:

v.l.n.r.: Lali, die Schulleiterin; Kethi, die "deutsch-Chefin"; Lika, eine Deutschlehrerin; Anne, auch eine kulturweit-Freiwillige und ich.

Da Fließtexte auf Dauer auch nicht spannender werden:

Gemeinsamkeiten:

  • Erst Standesamt, dann Kirche.
  • Die Braut trägt weiß.
  • Der Kuchen wird angeschnitten.
  • Ringe werden ausgetauscht.

Unterschiede:

  • Am Anfang treffen sich alle im Haus der Frau. Am Ende kommt der Bräutigam und holt sie sozusagen ab. Alle gratulieren dort bereits einmal und stoßen einzeln mit dem Paar an.
  • Selbst nach dem Ja-Wort wird sich nicht auf den Mund geküsst.
  • In der Kirche ist es fließbandartig: Man sieht ca. 5 andere Paare. Es ist wie im georgischen Gottesdienst: Der Pfarrer liest in einem Tempo, bei dem man nicht zuhören kann, kaum jemand bleibt die ganze Zeit im Gottesdienst, außer dem Brautpaar natürlich.
  • Man sagt, dass man mindestens 200 Leute einladen muss, die Familie des Mannes zahlt.
  • Bei den Fahrten zu den verschiedenen Orten zählt es als muss, auch einmal hinter dem Brautpaar gefahren zu sein. So entstehen Autorennen, die auch schon oft zu Unfällen mit tragischem Ausgang geführt haben.
  • Was in Deutschland hart erkämpft ist hier normal: Die Frau behält ihren Nachnamen.

Maßschuh – made in Armenia.

Vom 5. bis 9. April war ich wieder in Armenien. Diesmal möchte ich euch aber nicht mit einem erneuten Tagebuch belästigen, sondern euch erzählen wie man Schuhe noch in guter Handarbeit, genau an den einen bestimmten Fuß angepasst macht – und das anhand meiner neuen Anzugschuhe!

1. Wir betreten den Laden des Schuhmachers, Armen. Ich schaue mir die dortigen Schuhe an und mische mir im Kopf meinen Lieblingsschuh zusammen. Das Leder des einen, die Sohle des anderen, der Vorderschuh eines wieder anderen, die Schnürung noch eines anderen. Das ganze erkläre ich dann Armen. Er vermisst meinen Fuß genau.

2. Was eigentlich nicht dazu gehört ist der Besuch in der Schuhfabrik, in der ca. 10 Leute arbeiten. Dort sucht der Designer erst einmal eine „Prothese“ für meine Schuhform oder macht eine neue. Darauf entwirft er den Schuh und macht daraus wiederum Schablonen.

Die einzelnen Schritte die dann gemacht werden sind unter anderem:

- Die Sohle muss gemacht werden. Selbst die Sohle wird selbst gemacht. Entweder aus Leder oder aber aus Gummi. Ich habe mich für eine Gummisohle entschieden, da diese nicht so leicht kaputt geht und nicht so vieler Pflege bedarf.

- Die Schablonen werden auf das Leder gelegt und ausgeschnitten. Dabei, so wurde uns erklärt, ist es aber auch wichtig welcher Teil des Leders für welchen Schuhteil genommen wird, da die einzelnen Teile der Tierhaut sich unterschiedlich gut verbiegen lassen. Ich habe mich für schwarzes Leder entschieden. Aus Gründen der Pflegefaulheit natürlich kein Wildleder.

- Die Lederteile werden nach den Plänen des Designers zusammen genäht und auf die Prothese gespannt. Das Leder wird formbar gemacht und dann mit Nägeln an der Prothese fixiert. Ein Schuh ist damit schon erkennbar, die Innensohle, die auch dort hergestellt wird, ist auch schon angebracht. Es fehlt nur die Außensohle.

- Nachdem das Leder nun die neue Form – die meines Fußes – angenommen hat, werden die Nägel entfernt und Sohle und Oberteil zusammengeführt. Der Kleber, der in der ganzen Fabrik zu riechen ist, steigt einem spätestens dort in die Nase und man wird langsam high.

Der Schuh ist nun soweit fertig und bereit von mir getragen zu werden.

Das unglaubliche ist, dass der Schuh mich 23.000 Dram gekostet hat, umgerechnet 50 Euro. Dafür bekommt man in Deutschland nicht einmal gute Anzugschuhe von der Stange. Armen kann auch auf viele große Aufträge von der Amerikanischen Botschaft etc. verweisen, von denen Briefe an der Wand seines Büros liegen. Echt bemerkenswert und meiner Meinung nach daher auch ein muss für jeden Armenienreisenden, sich dort Schuhe machen zu lassen, wo früher für die halben Sowjetstaaten die Schuhe hergestellt wurden.

Hello world!

Welcome to WordPress. This is your first post. Edit or delete it, then start blogging!

Georgien – Estland 2:1

Am 3.3. war ich mit meiner WG beim Spiel Georgien-Estland. Das reinkommen war ein totales Chaos. Witzig war auch, dass die erste Reihe komplett von Polizisten in voller Montur besetzt war. "Wir" haben "natürlich" auch gewonnen.

Flurrenovierung.

Die letzten beiden Wochen habe ich angefangnen, den Flurraum vor dem Deutschraum zu renovieren. Das ganze wurde irgendwie zur Zooattraktion. Bis jetzt habe ich also erstmal zum Test nur einen kleinen Abschnitt gestrichen und dort eine Deutschlandkarte aufgemalt. Was noch fehlt sind die Orte auf der Karte, aus denen die Deutschen an der Schule kommen. Außerdem will ich dann noch Pinnwände anbringen.

Russland und Georgien öffnen Grenze wieder

Eineinhalb Jahre nach dem Südkaukasuskrieg zwischen Russland und Georgien ist der einzige direkte Grenzübergang zwischen beiden Staaten wieder geöffnet worden.

Der Übergang in der Darialschlucht – einem Bergpass im Kaukasus – wurde auf beiden Seiten komplett erneuert. Er ist mit insgesamt zwölf Fahrstreifen und einem modernen Lesegerät für Dokumente mit biometrischen Daten ausgestattet. Der georgische Grenzposten war mit US-Geldern finanziert und dessen Modernisierung von einem Ingenieurskorps der US-Armee betreut worden.

Der Übergang war im Sommer 2006 von der russischen Seite aufgrund der schlechten Beziehungen zwischen beiden Ländern geschlossen worden. Es ist der einzige Übergang (…)

weiterlesen auf tagesschau.de

Graffiti in Tbilissi I.

Gestern habe ich die Sonne genutzt um nach der Schule nach Hause zu laufen, mit der Kamera ein paar Graffiti zu fotografieren und bei Babylon Circus alle paar Minuten auf einer Bank platz zu nehmen und vor mich hin zu träumen. Da es sehr viele Fotos geworden sind, hier erst mal nur die Pochoirs. Dabei werden Schablonen gemacht, die einfach nur übersprüht werden. Die Hauptarbeit findet also nicht direkt an der Wand, sondern zu Hause an der Schablone statt. Ich habe das Gefühl, dass diese Art hier in Georgien besonders verbreitet ist, vielleicht, weil es hier keine speziellen Graffitifarben gibt, sondern noch mit normalen Lackfarben gearbeitet wird, die auch keine verschiedenen Caps kennen.















Mein Arbeitsweg

Dieses Video hatte ich schon vor längerem gedreht, wegen meines langsamen Internets, jetzt endlich auch in schlechter Qualität hochgeladen. Hier könnt ihr meinen Weg von Zuhause bis zur Schule sehen.

Februar beginnt.

Ich habe schon wieder nicht richtig die Zeit, hier viel zu schreiben und zu erzählen, was hier so los ist. Deshalb nur kurz ein bisschen News aus Georgien.

Am Mittwoch war ich mein erstes Mal hier in Georgien in Aikido. Ich habe schon gemerkt, dass ich es sehr lange nicht mehr gemacht habe und man hat auch gemerkt, dass es ein anderer Stil war, als ich ihn in Deutschland gemacht habe. Aber es tut gut, zumindest hatte ich bis heute Muskelkater, sodass ich teilweise echt Probleme mit dem Bewegen hatte.

Am Donnerstag waren die Gespräche beim DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) von meinen Schülerinnen, womit jetzt auch ein großer Stressfaktor der letzten Zeit beendet ist. Aber man findet ja zum Glück immer wieder neue Stressfaktoren, wunderbar.

Als ich am Samstag (6.2.10) aufgewacht bin, schien es dermaßen hell in mein Zimmer rein, dass ich dachte, ich hätte den Winter verschlafen tatsächlich hat es aber einfach geschneit. Zum ersten Mal und dann gleich richtig, sodass der Baum, der direkt vor meinem Fenster ist komplett zugeschneit war und mein Zimmer deshalb schon ganz früh morgens ganz hell war. Ich konnte nicht anders, als direkt aus meinem Bett heraus ein Foto zu machen. (Weshalb man auch noch das Maggie und den Teller Nudeln vom Vorabend auf der Fensterbank erblicken kann)