Gepostet am 18. Juni 2010 ¬ 17:01h.larsstockmannKommentare deaktiviert
Eigentlich sollte die Überschrift für diesen Beitrag “auch in Georgien wird gejubelt” heißen. Deshalb finde ich die Niederlage gegen Serbien gleich doppelt schade, da ich nun erneut kreativ werden musste. Das Goetheinstitut in Georgien zeigt alle Spiele, nicht nur die der deutschen Mannschaft Live. Einmal im Hof des Goethecafés und auch drinnen ist eine Leinwand aufgebaut. Natürlich sind die Spiele der deutsche Mannschaft besonders gut besucht. Heute beispielsweise konnte man auch den neuen deutschen Botschafter in Tiflis antreffen. Es ist wohl einer der Gründe, warum ich mich hier so wohl fühle: Es ist vieles anders, aber man findet immer seine Ecken, in denen Deutsche sich treffen und einfach deutsch sein können.
Gepostet am 13. Juni 2010 ¬ 06:39h.larsstockmannKommentare deaktiviert
Gestern war am Rustaveli ein Bierfestival, veranstaltet von einer großen georgischen Bierbrauerei, mit guter Musik, dem Versuch deutsche Biertischgarnituren nachzumachen, Leinwänden zum Fussballschauen und Ecken der verschiedenen Länder. So gab es eine deutsche Ecke, bei der aber eins fehlte: Deutsches Bier!
Gepostet am 10. Juni 2010 ¬ 22:12h.larsstockmannKommentare deaktiviert
… steht schon fest. An meine Schule kommen zwei Mädels, die Annes und meine Arbeit weiterführen, vielleicht uns sogar um Längen übertreffen werden (die dritte Möglichkeit wird hier nicht in Erwägung gezogen – Bewusst). Eine der beiden hat gerade ihr Abi gemacht, die andere studiert bereits. Tatsächlich fange ich an, mir Gedanken zu machen, was von meiner Arbeit hier bleibt, wenn ich weggehe. Ob es eine weitere Ausgabe der Schülerzeitung geben wird, hängt davon ab, ob eine der beiden Neuen auch Spaß daran hat. Wird die nächste Generation unsere Arbeit fortführen, oder alles anders machen? Was wird sein, wenn ich in einem Jahr wieder an die Schule komme, wie werden die Leute mich in Erinnerung behalten haben?
Auch für die Schüler bedeutet das Umstellung und um diese auf die beiden Neuen vorzubereiten und am Ende des Schuljahres ein bisschen lockereren Unterricht zu machen, habe ich mit der 9. Klasse ein Video gedreht. Dabei ging es darum, zu überlegen, was den beiden neuen Freiwilligen gefallen könnte und was sie gerne mit ihnen machen möchten. Bedingung: Es darf nichts sein, was in jedem Reiseführer steht. Letzte Woche habe ich mir dann Tamuna, eine andere Deutschlehrerin, geschnappt und bin mit der 9. Klasse und ihr durch Tbilisi geschlendert und wir haben diesen Film gemacht:
Gepostet am 10. Juni 2010 ¬ 17:19h.larsstockmannKommentare deaktiviert
Nein, tatsächlich wäre es reichlich sinnbefreit nach 9 Monaten Georgienaufenthalt für die letzten 2 Monate georgisch zu lernen. Ich habe meine kleinen Karteikärtchen mit Georgischvokabeln schon seit Anfang an (die es im übrigen in diesem ganzen Land nirgendwo zu kaufen gibt). Nur geht es jetzt darum, die Kenntnisse sich auch irgendwie bestätigen zu lassen. Deshalb hatte ich heute ein Treffen mit der Chefin der Language School und wir haben geschaut, wie meine Kenntnisse sind. Es ist erschreckend zu merken, dass trotz einem Jahr Erholung vom Englisch und Französischunterricht der Schweißausbruch kommt, wenn ich Sprachen-Lehrer sehe und innerlich hoffe, dass ich nicht drangenommen werde, wobei mir hätte klar sein können, dass die Wahrscheinlichkeit dazu diesmal schwindend gering war. Außerdem kommen allein beim Anblick von Sprachen-Lehrern Sätze wie “Sorry, ich habe meine Hausaufgaben vergessen” in mehr Sprachen dieser Welt, als ich gelernt habe in meinem Kopf. Ich werde den nächsten Monat also nochmal intensiv lernen, in der Hoffnung, dass ich nicht nur A1 sondern vielleicht auch A2-Level erreiche.
Gepostet am 8. Juni 2010 ¬ 23:22h.larsstockmannKommentare deaktiviert
Das Schuljahr neigt sich langsam dem Ende und genauso sieht es auch für den Abschlussjahrgang aus, der bereits die letzte Klingel “Bolo Zari” hatte. Gestern Abend hatte die Schule dann den Abschlussball in einem großen Restaurant.
Gepostet am 30. Mai 2010 ¬ 12:13h.larsstockmannKommentare deaktiviert
Heute, am 30.05.2010 sind die volljährigen Bürger der Hauptstadt zu den ersten Kommunalwahlen aufgerufen. Bisher wurde der Bürgermeister der Hauptstadt immer von dem Präsidenten ernannt. Auch in unserer Schule sind zwei der 1.730 Wahllokale, die Kameraüberwacht sind. Ob die Kameraüberwachung dazu dienen soll, Unstimmigkeiten zu verhindern oder aber einer Recherche nach der Wahl bei unvorteilhaften Ergebnissen in einem Wahllokal dienen soll, das darf jeder für sich entscheiden. Fakt ist, dass das Innenministerium auch auf Antrag bei der letzten Wahl sagte, die Videobänder seien nur zur internen Verarbeitung und würden nicht (an Wahlbeobachter) herausgegeben werden.
Was die Chancen der ohnehin zersplitterten Opposition noch mehr mindert ist ein Gesetz, das im Dezember erlassen wurde, das besagt, dass alle Soldaten dort wählen dürfen, wo sie gerade stationiert sind. Natürlich sind diesen Sonntag besonders viele regierungstreue Soldaten in der Hauptstadt stationiert, was ja auch nicht verwunderlich ist.
Gepostet am 28. Mai 2010 ¬ 19:08h.larsstockmannKommentare deaktiviert
Am 26.05.2010 wurde in Georgien die Unabhängigkeit Georgiens von der Sowjetunion gefeiert. Das wurde mit einer Militärparade auf dem Rustaveli (der Hauptstraße) gefeiert, bei der mit mehr als 4.300 Soldaten gezeigt wurde, was das georgische Militär so alles zu bieten hat. Meine Meinung darüber behalte ich mal für mich, die Bilder zeige ich dafür allen:
Gepostet am 20. Mai 2010 ¬ 20:44h.larsstockmannKommentare deaktiviert
Morgen ist hier die “letzte Klingel”, dazu macht die 12. Klasse, die Abschlussklasse ein Programm und danach fahren Lehrer und Schüler zu einer 48 Stundenfeier weg, ich darf mitkommen, daher hört man von mir in den nächsten Tagen nichts, ich werde aber hoffentlich danach berichten können
Sonstige Pläne: Am Mittwoch ist hier Militäraufmarsch zum Nationalfeiertag, Danach gehts mit ein paar Schülern nach Armenien, die ehemalige Deutschlehrerin besuchen.
Gepostet am 18. Mai 2010 ¬ 16:02h.larsstockmannKommentare deaktiviert
Man sagt ja, im Winter sei das Wohnen teurer. Man heizt viel Geld sprichwörtlich und auch tatsächlich aus dem Fenster. Und deshalb schnellen die Nebenkosten nach oben. Das ist tatsächlich so. Wer aber denkt, dass das Leben deshalb teurer ist, hat sich eindeutig geschnitten, denn im Sommer macht man nunmal viel mehr. Ein Eis hier, ein Bier im Park dort und da man so viel unterwegs ist, kommt man auch öfter mal an einem Laden vorbei, bei dem man dann gerade hunger auf Schokolade oder sonstetwas bekommt. Dazu kommt, dass Griechenland nicht im Winter seine Finanzen offenbart hat, sondern eben im Sommer und so meine Euro weniger Lari sind.
Da ich diesen Monat also schon generell weniger Geld im Geldbeutel habe, muss ich etwas auf die Preise schauen. Das geht ja sehr gut beim Essen. Also habe ich mir heute Erdbeeren gekauft. Ja, genau. Heute habe ich mir Erdbeeren gekauft. Ein Kilo für 2,30 Lari, umgerechnet etwa 1 Euro (vor 2 Monaten hätte hier noch 90 Cent gestanden). Es wird also bei diesen Preisen ein Sommer mit vielen Erbeeren werden, vorallem, weil der Preis noch weiter fallen wird.
Aber man kann auch anders sparen. So findet man ja auch Beschäftigungen, die wenig Geld kosten und gleichzeitig entspannen. Ich habe vorgestern also ein Hörbuch gehört “Dr. med. Eckart von Hirschhausen” mit “Glück kommt selten allein”. Ein absolut zu empfehlendes Buch/Hörbuch. Besonders witzig fand ich die Passage in der er erklärt, wie etwas im Wert von 0,3 Cent etwas im Wert von 500 Euro kaputt machen kann. Nämlich 0,2 Liter Wasser über die Tastatur eines 500 Euro teuren Laptops. Innerlich habe ich den Depp ausgelacht, dem sowas passiert.
Weniger lachen musste ich gestern, als ein Teil meiner Wasserflatrate, die mich 2,70 Lari im Monat kostet dazu genutzt wurde ein Glaß zu füllen, was später umfiel und sich auf die Tastatur meines Netbooks ergoss. Tatsächlich gehöre ich also auch zu der Gruppe dieser Deppen, denen soetwas passieren kann. Leider half das sofortige ausschalten, das trocknen nur wenig. Aber eine andere Weisheit von Dr. med. von Hirschhausen besagt, dass man sein Herz nicht an Dinge verlieren soll. Tatsächlich fällt einem das dann einfacher, hinzunehmen und das positive zu erkennen:
Das eine löst das andere: Ich kann sparen – mir das Geld für das Internet…
hallo, der Blog wurde erneuert und ist nun in Deutsch und Georgisch und teilweise auch Englisch zu lesen. Da auch das Design geändert wurde, bin ich mit dem Blog umgezogen. Ab jetzt ist es nicht mehr unter neon-gruen.de/lars, sondern direkt unter www.neon-gruen.de erreichbar. […]
Die letzten beiden Wochen habe ich angefangnen, den Flurraum vor dem Deutschraum zu renovieren. Das ganze wurde irgendwie zur Zooattraktion. Bis jetzt habe ich also erstmal zum Test nur einen kleinen Abschnitt gestrichen und dort eine Deutschlandkarte aufgemalt. Was noch fehlt sind die Orte auf der Karte, aus denen die Deutschen an der Schule kommen. […]
Eineinhalb Jahre nach dem Sdkaukasuskrieg zwischen Russland und Georgien ist der einzige direkte Grenzbergang zwischen beiden Staaten wieder geffnet worden. Der bergang in der Darialschlucht – einem Bergpass im Kaukasus – wurde auf beiden Seiten komplett erneuert. Er ist mit insgesamt zwlf Fahrstreifen und einem modernen Lesegert fr Dokumente mit biometrisch […]
Gestern habe ich die Sonne genutzt um nach der Schule nach Hause zu laufen, mit der Kamera ein paar Graffiti zu fotografieren und bei Babylon Circus alle paar Minuten auf einer Bank platz zu nehmen und vor mich hin zu trumen. Da es sehr viele Fotos geworden sind, hier erst mal nur die Pochoirs. Dabei […]