Von der Ausreise zur Einreise

Sooo, nachdem ich nun 2 Tage hier bin, wird es Zeit für das erste Update.

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Abschied am Flughafen Tegel mit ein paar meiner Mädels

 

Am 14.09. um kurz nach 5h morgens ging es für mich los zum Flughafen Berlin Tegel. Obwohl meine Ausreise aus Deutschland im Fokus stand, vergaßen meine Familie und meine Freunde, die mich verabschiedeten, natürlich nicht, mir zu gratulieren, denn schließlich war ich endlich 18 geworden (auch wenn ich das durch den ganzen Stress bis heute noch nicht realisiert habe, ich werde für immer 17 bleiben :D). Es kam sogar zu lauten „Happy Birthday“ Gesängen am Eingang zur Sicherheitskontrolle, was in dieser frühen Stunde für einige Verwunderung sorgte. Der Abschied von allen fiel mir dann doch unerwartet schwerer als gedacht, doch gleichzeitig stieg meine Aufregung: das Abenteuer konnte beginnen!

Zunächst trat ich einen ruhigen Flug nach Madrid an und fand auch ohne Probleme auf dem riesigen Flughafen meinen Anschlussflug nach Mexiko City (Respekt nebenbei an die Madrilenen- vielleicht sollten wir Berliner uns in Sachen Flughafenorganisation und Ausschilderung mal ein bisschen was abschauen….).

Der 11,5h stündige Flug erwies sich als erträglicher als gedacht, erst vor Ort kam der Schock- entgegen der Aussagen des Schalterbeamten in Berlin mussten alle Koffer abholt werden und wurden nicht durchgecheckt. Das hieß für mich, dass ich mit meinem 23.7kg schweren Koffer, meinem Handgepäckskoffer, einer Handtasche und einem riesigen Kissen zum Migrationsschalter lief, um mich in eine lange Schlange von Menschen einzureihen, die alle nach Mexiko einreisen wollten.

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Ausblick aus meinem Zimmer

Die einzigen Probleme, die ich nach dem unorganisierten check in zum Flug nach Monterrey und dem Auffinden meines Gates noch hatte, war die Sicherheitskontrolle. Dass ich einige Geburtstagsgeschenke in meinem Handgepäck hatte, deren Inhalt ich selbst noch nicht kannte, fanden die mexikanischen Sicherheitsbeamten leider gar nicht so witzig. Nach einigem Hin und Her konnte ich aber alles behalten und schleppte mich komplett übermüdet zu meinem letzten, zum Glück sehr kurzen, Flug.

In Monterrey angekommen wurde ich glücklicherweise von einer Mitbewohnerin und dem Hausmeister unserer Wohnung abgeholt. Monterrey begrüßte mich erstmal mit strömendem Regen- aber der freundliche Empfang in meinem zukünftigen Zuhause machte das wieder wett; ich bekam von meinen Mitbewohnerinnen sogar noch einen Geburtstagskuchen.

Mein Zimmer im casa azul

Mein Zimmer im casa azul

Das Haus in dem ich wohne, das casa azul, ist zwar von der Fläche her sehr großzügig, jedoch etwas kärglich eingerichtet. Außerdem lassen die Küche und die Bäder mich einigen Komfort von Zuhause vermissen.  Na ja, ich hab ja ein bisschen Zeit, hier noch etwas Gemütlichkeit einkehren zu lassen. 😀

Momentan werde ich noch ziemlich vom Jetlag geplagt, 7h Zeitverschiebung sind dann für den Körper doch nicht so leicht zu bewältigen wie gedacht. Gestern habe ich mich dann trotzdem mal aus dem Bett gequält, da Leslie, eine Mitbewohnerin, sich netterweise dazu bereit erklärt hatte, mit mir einkaufen zu gehen. Der Supermarkt unterscheidet sich nicht großartig von den europäischen Modellen, außer dass er selbst am gestrigen und heutigen Feiertag offen hat und dass das für uns Deutsche so geliebte Schwarzbrot fehlt, es dafür aber eine überwältigende Auswahl an Tortillas gibt.

Spannend war es auch zu sehen, wie die Mexikaner schon gestern ihren Unabhängigkeitstag zelebrierten: von kleinen Mädchen, die traditionelle Kleider in den Nationalfarben trugen, oder Frauen, die ihre Fingernägel mit der mexikanischen Flagge lackiert hatten, bis hin zu Menschen, die sich die Gesichter in den Farben der Nationalflagge angemalt hatten, war alles dabei. Stellt euch dieses bunte Treiben mal am Tag der Deutschen Einheit vor, ziemlich unvorstellbar!

Und auch wenn alles noch komplett neu für mich ist, eins ist mir schon klar: selbst wenn ich einen Führerschein hätte, ich würde NIEMALS in Monterrey Auto fahren, hier existieren ganz eigene Regeln…

Mal schauen, wie die nächsten Tage so werden, ab Montag geht`s für mich ja dann zum ersten Mal ins Centro Cultural Aléman.

Bis bald

Katha

Ein Gedanke zu „Von der Ausreise zur Einreise

  1. Scholz

    Liebe Katharina,
    ich habe mit Interesse deine Einträge gelesen. Das ist alles sehr spannend und interessant. Wir wünschen dir weiterhin viel Spaß in Mexiko.

    Liebe Grüße
    von Daniela und Holger

    Antworten

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