neues Bratislava-Video!

28 01 2011





IFF Bratislava – Samstag: “The Town of Badante Women” und “Rubber”

7 11 2010

Im Moment findet zum zwölften mal das Internationale Filmfestival in Bratislava statt. In 12 unterschiedlichen Kategorien (u.a. Documentary, Feature, Cutting Edge, Shorts, Here & There, Made in Slovakia) kann man eine Woche lang verschiedene Filme angucken. Ich hab mir einen Festivalpass gekauft und werde in den nächsten Tagen so viel gucken wie möglich :) Gestern habe ich meine ersten zwei Filme gesehen.

Der Film The Town of Badante Women erzählt die Geschichte eines kleinen Ortes in Bulgarien. Viele Frauen aus diesem Ort müssen im Ausland leben und arbeiten, da es zuhause nichts zu tun gibt. Sie nehmen Jobs als Pflege- und Betreuungskräfte für alte Leute an und sparen ihr Geld, um es zurück zu den Familien zu schicken. Einige sogar, obwohl sie eine Ausbildung bzw. ein Studium in ganz anderen Bereichen absolviert haben. Der Film zeigt sehr gut, wie schwer es für die Mütter ist, ihre Kinder zurückzulassen, wie viele Männer alleine zuhause versuchen, sich von der Einsamkeit abzulenken und warum die Frauen doch im Ausland bleiben und nicht nach Hause zurück kommen.

Im Film Rubber geht es um einen Autoreifen, der Tiere und Menschen umbringt.

Rubber ist ein Film-im-Film, zu Beginn sieht man ein Publikum in der Wüste, das mit Ferngläsern den Autoreifen beobachtet. Dieser fängt an in der Wüste herumzurollen, lässt leere Dosen, Flaschen, Kaninchen und Vögel in die Luft fliegen, bis er schließlich zu den ersten Menschen kommt…
“Warum waren die Aliens in Stephen Spielbergs E.T. braun?” ist eine der ersten Fragen, die der Erzähler dem Publikum stellt. Nach einer kurzen Bedenkzeit gibt er die Antwort: “No Reason.” “Warum können wir die Luft, die wir atmen nicht sehen?” – “No Reason.” Danach fährt der Erzähler mit seinem Auto die Stühle der Zuschauer um. Man ahnt, warum.
Das fasst ziemlich gut zusammen, wie der Film aufgebaut ist. Und warum einige Sachen, die sehr unrealistisch und unlogisch aber gleichzeitig ziemlich lustig sind, passieren.
Rubber gucken macht Spaß, wobei einige Stellen ziemlich in die Länge gezogen werden, der Film könnte ruhig 20 Minuten kürzer sein.





Kurzes Update

13 10 2010

Kempinski Hotel BratislavaDer Empfang der Deutschen Botschaft zur 20-jährigen Einheit war ganz interessant. Im Kempinski Hotel Bratislava hat der Botschafter eine kurze Rede zur Einheit gehalten, danach gab es ziemlich leckeres Essen. Ein paar Leute von meiner Schule und Daniel, ein kulturweit-Freiwilliger in Dolný Kubin, waren mit dabei. Nach der Rede gab es kein Programm mehr, das Buffet war eröffnet und joa, das war’s dann. Interessant, sowas mal mitgemacht zu haben (300-400 wichtge Leute, einige davon in merkwürdigen Militäruniformen, sollen da gewesen sein), aber besonders spannend war es nicht.
Das Highlight des Abends war wohl die Rückfahrt. “No, you don’t have to take a taxi, we have a BMW waiting for you outside.” :D Und ihr hättet mal den Fahrer sehen sollen, als wir gesagt haben, dass wir nach Petržalka wollen …dem schönsten Stadtteil Bratislavas ;)

Schwimmunterricht in der ersten Klasse ist schrecklich. Zumindest für die Betreuer. Streit schlichten, Unterhosen suchen, und dann noch darauf achten, dass sie es zumindest in ner halben Stunde schaffen, sich fertig umzuziehen. Nicht so einfach alles :P

Discgolf in den Karpaten ist cool. Wobei ich noch ein bisschen an meiner Technik feilen muss … :D

Habe übrigens am Wochenende eine kleine Video-Tour durch die Stadt gemacht :) :

Und wie es mir sonst so geht?

Gut! Hatte ein bisschen Zahnschmerzen in den letzten Tagen, ich vermute, dass könnten meine Weisheitszähne sein. Hat inzwischen wieder aufgehört, aber ich glaube, das werde ich mal checken lassen. Die Stadt gefällt mir immer noch sehr gut, langweilig ist mir bis jetzt noch nicht und in zwei Wochen fahr ich vielleicht mal nach Budapest. Die Kinder sind immer noch ziemlich anstrengend, aber naja, das hält man schon irgendwie aus ;)





Fußbodensurfer

26 09 2010

Schöne erste Woche! Ab Dienstag waren Elisabeth (eine Freiwillige vom letzten Jahr) und eine Freundin von ihr da, wir haben zu dritt in meinem 12 qm Zimmer gepennt :D War richtig nett mit den beiden und ziemlich schade, dass sie Freitag schon weitergefahren sind.

Außerdem war vorgestern mein erster Slowakisch-Unterricht. Hab mir den ein bisschen anders vorgestellt.
Erstmal dachte ich, das wäre ein Deutsch-Slowakisch Kurs (es ist eher Slowakisch-Slowakisch mit ein paar englischen Erklärungen) und zweitens war der Unterricht schon sehr frontal.
Aaaaber: dann hab ich die Lehrerin nach dem Preis gefragt und der ist mit 80 € für 5 Monate (einmal die Woche 2 Stunden) echt in Ordnung. Habe ja 300 € für den Sprachkurs zur Verfügung, vielleicht mache ich danach noch was anderes. Im Moment werde ich wohl viel zuhause lernen.

Am Mittwoch waren meine Tante und mein Onkel zu Besuch. Die beiden machen gerade Urlaub am Neusiedler See und haben mir noch ein paar Sachen von zuhause mitgebracht, unter anderem meine Inliner. Demnächst vielleicht mal ne längere Donau-Tour! :)

Von gestern auf heute hab ich da geschlafen. War ganz cool, aber wegen des Wetters nicht sooo schön. Im Moment steht auch Bratislava unter Wasser, hoffe morgen wird es ein bisschen freundlicher. Dann schreib ich vielleicht auch nochmal was zu meinen Kindern, bleibt dran! ;)





Weinfest in Devín

19 09 2010

Heute war ich mit Tim und Johannes, der auch gerade ein Praktikum in Bratislava macht, auf einem Weinfest in Devín. Das war mit ca. 75 Leuten winzig, da sind einige Straßenfeste in Deutschland schon größer. Trotzdem wars schön, gute Atmosphäre, nette Leute und alles sehr gemütlich. Wir haben uns dann für zu dritt eine Flasche Devíner Rotwein geholt. Für 4 Euro. Und ich muss sagen, das war der beste Wein meines Lebens :D Was aber auch nicht sonderlich schwer ist, ich bin nämlich nur das Billigzeug von Aldi oder Lidl gewöhnt. Ohne jetzt Weinkenner spielen zu wollen würd ich sagen, dass der sehr fruchtig und ziemlich süß war … also genau das richtige für nen Asti-Liebhaber ;)

Wir sind dann ein bisschen an der Donau entlang gelaufen und haben uns unter die Burgruine gesetzt. Später haben wir zwei Studentinnen aus Spanien und Japan kennen gelernt. Mari, die Japanerin, wohnt seit zwei Jahren in der Slowakei, arbeitet nebenbei für die Botschaft als Slowakisch-Übersetzerin und unterrichtet Japanisch an der Sprachschule direkt neben meiner Einsatzstelle. So wie ich das verstanden habe, fährt sie nächste Woche für einen Lehrgang nach Berlin, dann nach Portugal und kommt danach zurück nach Bratislava.

Heute Abend waren wir in der Stadt was trinken. Danach wollten wir eigentlich in nen Club, haben das dann aber doch gelassen, da alle Eintritt gekostet haben und wir nicht wussten, wie lange wir bleiben wollten. Der Subclub liegt direkt unter der Pressburg, man geht quasi in den Berg rein. Mal sehen, wann ich mich mal wieder zum feiern gehen motivieren kann, das sah nämlich echt sehr cool aus.

Hier noch ein paar Bilder, leider nicht so toll, weil ich nicht die ganze Zeit mit der Kamera rumrennen wollte:





Erster Tag in der Stadt

17 09 2010

Heute war ich in der Innenstadt, fast 7 Stunden lang. Und ich finde, Bratislava ist alles andere als verschlafen :P
Sehr cool ist, dass man innerhalb von 5 Minuten mit dem Bus im Stadtzentrum ist. Einmal über die Donau und schon ist man da. Die Bustickets sind günstig (0,50 € für ne Kurzstrecke, etwas über 20 € für die Monatskarte) und gefahren wird mindestens im 5-Minuten-Takt.

Neben den typischen Sehenswürdigkeiten hab ich mir schonmal meine Schule angeguckt, war einkaufen und hab an der Donau Abendbrot gegessen :)

Hier mal ein paar Bilder.

größere Karte


unser Haus

trolleybus

sogenannter Trolleybus der elektrisch fährt (achtet mal auf die "Fühler" oben)

Und zum Schluss noch ein Video :D

Direktlink





Fertig!

15 09 2010

Mit dem Vorbereitungsseminar aber auch mit den Nerven :P

Ich hatte eigentlich gar keine Lust auf die 10 Tage am Werbellinsee. Dafür war es aber richtig, richtig gut. Hat Spaß gemacht und ich glaube, dass ich auch einige Sachen mitnehmen konnte.

Es ist schon krass, wie intensiv 10 Tage sein können. Man lernt interessante neue Leute kennen, die alle ungefähr das gleiche machen werden, freundet sich an und nach 10 Tagen muss man sich schon wieder verabschieden. Das fiel mir heute ganz schön schwer. Ich glaube auch, dass ich einige und einiges erstmal vermissen werde, vor allem unsere Homezones abends :)

Heute nachmittag sind mir 1000 Dinge durch den Kopf gegangen und irgendwie fühlt sich das alles noch nicht ganz real an. Ich weiß nicht was mich erwartet, ich weiß nicht ob ich nette Leute kennen lernen werde, ich weiß, dass ich erstmal im grauen Plattenbauviertel wohnen werde usw. usf.
Aber ich glaube das gehört dazu und bin zuversichtlich, dass die ersten Tage gut werden und ich mir in Ruhe die Stadt ansehen kann, bevor ich dann am Montag das erste Mal an meiner Schule bin.

Jetzt gehts erstmal nach Wien und von da aus mit dem Bus weiter nach Bratislava.





Vorbereitungsseminar: Erster Tag am Werbllinsee!!

6 09 2010

Liebes Tagebuch Hallo zusammen,

heute Mittag sind wir am Werbellinsee angekommen. Die Jugendherberge ist echt groß und schön und wir hatten auch Glück mit dem Wetter.

Nach einer ganz coolen Eröffnungsrede von einem Mitarbeiter des Auswärtigens Amts, wurden wir dann in verschiedene “Homezones” aufgeteilt. Das sind kleine Gruppen mit 10-15 Leuten, die einen Großteil des Seminars zusammen verbringen (was sich auch anbietet bei mehr als 250 Freiwilligen).

Nachdem wir einige total lustige Kennenlernspielchen gemacht haben (:P), waren wir kurz am See und haben später gegrillt.

Jetzt sitz ich gerade im Bett und werde auch gleich schlafen gehen, bin nämlich super müde.

Sonnenuntergang am Werbellinsee





Tipp an alle Freiwillige: Kostenlose Festnetzgespräche

4 09 2010

Wenn ihr einen Laptop mitnehmt und in eurer neuen Wohnung einen Internetzugang habt, könnt ihr eine Festnetznummer bei einem Voice-over-IP-Anbieter, wie zum Beispiel sipgate beantragen.

Ihr bekommt kostenlos eine ganz normale Festnetznummer inklusive Ortsvorwahl (z.B.: 030 / 123456 für eine Nummer in Berin). Das heißt, ihr könnt umsonst angerufen werden; lediglich selber anrufen kostet Geld (ist aber immer noch wesentlich günstiger als über fremde Handy-Netze zu telefonieren!).

Der Vorteil: die meisten eurer Verwandten bzw. Freunde haben bestimmt eine Festnetz-Flatrate und können daher völlig kostenlos anrufen, es entstehen keine teuren Roaming-Gebühren übers Handy.

Besonders attraktiv ist das, wenn ihr mit Oma und Opa sprechen wollt, die ja nicht unbedingt einen Skype-Zugang haben ;)

Meldet euch einfach auf der Webseite an, dann bekommt ihr eine Nummer zugewiesen. Danach braucht ihr ein Programm, über das ihr telefonieren könnt, einen Voice-Over-IP-Client. Auf der sipgate-Seite gibt es mehrere Programme zum Download, für einen Laptop mit Windows könnt ihr das dort angebotene Programm sipgate X-Lite runterladen.

Das Programm “klingelt” dann, wenn ihr angerufen werdet. Wenn das Programm nicht geöffnet ist oder ihr nicht online seid, seid ihr logischerweise nicht erreichbar.

Zum Telefonieren braucht ihr dann nur noch ein Headset, oder ihr benutzt das eingebaute Mikro in eurem Laptop. Dann würde ich aber zumindest Kopfhörer anschließen, sonst hört sich euer Gesprächspartner nämlich doppelt.





Hallo ihr!

4 09 2010

Am Montag geht’s los. Erstmal zum Werbellinsee in die Nähe von Berlin und dann am 15.09. in die slowakische Hauptstadt Bratislava. Da mache ich dann 12 Monate lang ein FSJ an der Deutschen Schule. Ich bin gespannt und freu mich schon!