Kein Steinsalzabbau:

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Vor meiner Abfahrt hatte ich groß verkündet, dass ich mir einen sibirisch-kalten Winter mit meterhohem Schnee in Russland wünsche. Am Tag vor der Abreise checkte ich die Wettervorhersage: -25 Grad in Woronesch. Da verstummte ich. Bisher wurden allerdings weder die -25 Grad, noch der Wunsch nach einem Bilderbuchwinter wahr. Die Temperaturen schwanken um den Gefrierpunkt. Mal schmatzt es und mal knackt es bei jedem Schritt durch den Tiefschnee. Die Gehwege eignen sich im Moment besser zum Schlittschuhlaufen und Eishockeyspielen als zur Fortbewegung. Es ist spiegelglatt und nur die allerwichtigsten Wege werden mit Sand bestreut – oder wenn auch das nicht mehr hilft freigehackt.
Für Fußgänger auf Nebenwegen gibt es zwei Strategien zur Fortbewegung:
1) Pinguin-Gangart. Nicht abrollen, sondern den Schuh möglichst im 90-Grad-Winkel zum Boden aufsetzen. Aus eigener Erfahrung muss ich sagen, dass Joggen und Spaziergänge damit nicht wirklich Spaß machen.
Die waschechte Russin unter 30 rät zu:
2) Pfennigabsätze – lassen sich wie Steigeisen ins Eis rammen.

Ein Gedanke zu „Kein Steinsalzabbau:

  1. Und jedes word ist wahr. Gleiches in smolensk. Ich finde diesen watschelgang noch amüsanter, wenn man dann zu viert oder fünft eingehakt läuft.

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