Noch immer inspiriert von meinem Aufenthalt, einem Haufen Fotos und der Sehnsucht nach Bergen habe ich ein weiteres kleines Fotobuch gebastelt:
Zurück in Tadschikistan
Zwar bin ich seit Ende Februar zurück in Deutschland. Jedoch beschäftige ich mich weiterhin mit meinem Aufenthalt in Tadschikistan und verarbeite ihn auf unterschiedliche Weise. So habe ich beispielsweise einen Artikel für unser Studentenmagazin FUX geschrieben
und ein kleines Rezeptbuch gebastelt. So bleibe ich in Gedanken doch auch ein bisschen zurück in Tadschikistan.
Poooooooooost!
Nachdem ich schon seit über einem Monat keine Post mehr bekommen hatte und mich meine Familie immer mal wieder in einem Nebensatz gefragt hat, ob denn nicht was von ihnen angekommen angekommen sei, bin ich heute früh in die Post gelaufen:
Hallo. Haben Sie etwas für die Sovetskaya 107?
Und ganz selbstverständlich nickte sie und führte mich in einen Nebenraum, wo ich, angesichts der Masse von Post, erst einmal meinen Rucksack entleeren musste. Und siehe da: 5 Briefe für mich! Einige noch vor Weihnachten eingeworfen. Ich kanns kaum glauben und bin wie berauscht.
P.s.: Dass Postzustellung auch so funktionieren kann, wusste bis jetzt nicht einmal meine tadschikische Kollegin.
Tadschikisches Sprichwort
Zitat
Ein Kopf ist gut, aber zwei sind besser.
Nur das, was ich habe
Hier sitze ich und grüble, wie ich einen Artikel schreiben kann, der sich mit der Frage beschäftigt, ob und inwiefern Menschen, die mir im Laufe meines Aufenthaltes begegnen, zufrieden sind mit dem, was sie haben. Ich kann euch sagen, ich lösche mehr, als dass ich schreibe. Ich fürchte, dem Thema nicht gerecht werden zu können.
Zugleich: Danach zu fragen, finde ich spannend und wichtig. (- Danke, Carl!) Hier nun also möchte ich eine Antwort wagen. Dieser will ich jedoch noch folgende Frage voranstellen: Was eigentlich ist “Zufriedenheit” für dich? Bist du immer zufrieden? Womit hängt das zusammen? Weiterlesen
Stromausfall
Kurzmitteilung
Wie arbeiten, wenn das Internet nicht funktioniert und der Computer nicht mehr läuft? Bin ich schon so digitalisiert, dass mich ein Stromausfall nahezu arbeitsunfähig macht? – Es scheint so. Denn alle Dokumente, an denen ich heute arbeiten wollte, sind fein säuberlich in meinem Computer gespeichert; alle Mails, die ich beantworten wollte, nur im Internet zugänglich. Kurz habe ich geschwankt zwischen Verärgerung und Gleichgültigkeit und irgendwie bin ich froh, dass letztere gesiegt hat. Es sollte ja schließlich nicht schlimm sein, mal ein paar Stunden nicht arbeiten zu können und nicht online zu sein. “Nur verschieben sich dadurch leider Abgabefristen nicht”, wie meine Bekannte Helga bemerkte, die ich dann mittags im Segafredo traf, wohin sie geeilt war, weil es dort selbst bei Stromausfall Internet gibt. – Den Generatoren sei gedankt!
P.s.: Während in meinem Büro nach wie vor kein Strom fließt, habe ich Zuhause wieder alles funktionierend vorgefunden. Dann kann die Arbeit ja beginnen.
Die integrierende Gesellschaft

...und nach dem Gespräch ein Foto/ mit zwei Russen vor dem Puppentheater.
„Hello“, grüßte mich gerade auf dem Nachhauseweg ein Mädchen, das ich nicht kannte. Ich drehte mich um und grüßte zurück. „Hello, how are you?“ – In manch anderer Situation hat sich daraus schon ein kurzes Gespräch entsponnen über meine Tätigkeit hier, meinen Gesundheitszustand, Deutschland oder die Deutschen in Tadschikistan, den Krieg. Weiterlesen
Komm spiel mit mir
Angeregt durch meinen Freund Carl möchte ich euch heute einen Einblick in die hiesige Spielkultur geben. Neben auch uns bekannten Spielen wie Fußball, Schach und Backgammon habe ich folgende beobachtet, von ihnen erzählt bekommen oder über sie gelesen:
Kinder spielen oft mit improvisierten “Zottelbällen” – ich glaube, sie werden Lampa genannt. Diese haben in etwa die Größe eines Haky Sack. Spielregeln nach Beobachtung: Der Ball wird in die Luft geworfen und anschließend möglichst oft hintereinander mit der Fußseite in die Luft gekickt. Um in Balance zu bleiben, strecken die Kinder dabei ihre Arme weit aus. Fällt der Ball zu Boden, ist das nächste Kind an der Reihe.
Auch ein Schattenspiel konnte ich beobachten: Weiterlesen
Wenn Väterchen Frost kommt
Es ist kalt geworden. Minus zehn Grad sind vorausgesagt für die nächsten Tage. Genau das richtige Wetter also, denn in fünf feiern wir bereits Weihnachten. Ja, auch hier werde ich, mit Besuch, Gemütlichkeit schaffen. Vielleicht werden wir einen frostigen Spaziergang machen und sicher werden wir uns an einer Tasse Tee die Hände wärmen. Auch die Zubereitung und Verspeisung eines leckeren Essens wird uns einige Zeit beschäftigen… Weiterlesen
FLEISCH ist kein Gemüse!
Als Liebhaberin vegetarischer Gerichte wird in Tadschikistan das Mittagessen für mich mit dem Einbruch des Winters zu einer wachsenden Herausforderung. Denn neben Fleisch werden in den Kantinen und Restaurants oft nur Beilagen wie Reis, wässriges Kartoffelpüree und Pommes angeboten, mancherorts auch Nudeln, Saubohnen oder Kichererbsen, aber jedenfalls keine Gemüsebeilage. Und mein so liebgewonnener Gurken-Tomaten-Salat ist aufgrund des sinkenden Gemüseangebots seltener und teurer geworden. Wenn ich Glück habe, gibt es aber manchmal den russischen Schichtsalat: Hering, Möhren, Rote Beete, Kartoffeln.
Gehen wir nicht Osh: wunderbar reichhaltiges Reis-Möhren-Gemisch mit Hammelfleischstücken (für die ich bei Fleischüberdruss dankbare Abnehmer finde) essen, so besteht mein Mittag manchmal nur aus Reis/Bohnen/Kichererbsen mit Kräutern und einem Klecks Joghurt. Abwechslung bringt dann ein Besuch bei „Mister Fast“, der zwar nicht immer schnell, aber dafür guten Borschtsch macht und auch eine Kartoffel-Pilz-Pfanne im Angebot hat.









