Ein langes Wochenende

Das letzte Wochenende war auch für mich lang. Während der sich DAAD den Montag freigenommen hat, weil der 3. Oktober ein deutscher Feiertag ist, haben im Übrigen auch viele polnischen Frauen sich den Tag freigenommen, aber aus einem ganz anderen Grund: Sie wollten am „Black Monday“ ihren Protest gegen das geplante neue Abtreibungsgesetz ausdrücken, das Abtreibung gänzlich verbieten würde, zum Beispiel auch im Fall von Vergewaltigung. Ein spannendes Thema, dessen Entwicklungen ich auf jeden Fall weiter verfolgen werde.

Abgesehen davon habe ich mich am Wochenende vorwiegend damit beschäftigt, herumzulaufen. Ich zeige euch ein paar Bilder:Blick in die Arkaden 

Angefangen habe ich mit einem kurzen Blick in die arkadia centrum handlowe, einem recht großen Einkaufzentrum im Norden des Stadtzentrums. Kaum der Rede wert, sieht es doch aus wie jedes andere westliche Einkaufzentrum auch: H&M, C&A, P&C, alle Buchstaben sind vertreten. Wenn aber mittendrin Brot gebacken wird, hat das dennoch seinen Charme, finde ich.

die Kabacki

Weiter ging es, wie bereits erwähnt, in die Kabacki, wo ich irgendwann leider Norden mit Süden verwechselt habe und deshalb am falschen Waldende stand…

Kohlfeld KürbisfeldLagerfeuer

…sodass ich über Kohl-, Kürbis und Sonnenblumenfelder, sowie an Lagerfeuerplätzen vorbei wieder zurücklaufen musste.

der jüdische Friedhof Der jüdische Friedhof

Am Sonntag kam Uschi aus Lodsch zu Besuch und wir haben uns den sehr sehenswerten jüdischen Friedhof angeguckt. Anschließend ging es zu einer „free walking tour“ über das Leben der jüdischen Gemeinschaft während der Zeit des Warschauer Ghettos und abends noch für einen Sprung an die Weichsel.

die Weichsel

Am Montag dann bin ich im Gegenzug nach Lodsch gefahren. Da es durchgehend geregnet hat, haben wir uns erstmal mit einer Katze namens Mia im sehr gemütlichen Katzencafé um die Sahne gestritten.

Das Katzencafé

Dann haben wir uns die manufaktura, eine ehemalige Tuchfabrik und heutiges Erlebnis- und Einkaufszentrum angesehen. Und ebenso das Museum der modernen Kunst im  Palast des ehemaligen manufaktura-Besitzers.

die manufaktura

Und auf dem Rückweg über den Bahnhof Lodzsch Widzew fiel mir noch dieses Motiv ins Auge: der scheinbar endlose barrierefreie Ausgang aus der Unterführung.

endloser Weg

Der Regen hat heute morgen übrigens aufgehört, dafür haben wir sehr strake Windböen.

4 Gedanken zu „Ein langes Wochenende

  1. Vielleicht ist die barriere-freie Auffahrt als Hoffnungsbote für die Kranken gedacht, die dann einmal ein Licht am Ende des Tunnels sehen!… Wobei sie ja auch für Kinderwagen und Ähnliches ist… hm…. :-/

    Wirklich gelungene Bilder! Hast du Kürbissuppe gekocht? Kürbissuppe ist so lecker! Kann dir gerne mein Rezept schicken =)

  2. Das sieht ja alles sehr spektakulär aus – manches wie im Märchen! Was bitte ist ein Katzenkaffee? Sieht auf jeden Fall urgemütlich aus! Nur diese barrierefreie Auffahrt – da möchte man nicht hochmüssen!! Und ein Lob an die Fotografin – die Bilder sind gelungen!

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