Schnee, Meer und Sonnenschein in Nordpolen

Am Anfang meiner zweiwöchigen Winterferien traf ich mich mit drei anderen Freiwilligen in Danzig.

Mit einem supermodernen Zug ging es für mich direkt nach Schulschluss von Warschau nach Danzig – und das in nicht mal drei Stunden.

Nach einigem Suchen ;)  fand ich unser Hostel – wer hätte gedacht, dass es hier unter einem anderen Namen als im Internet ausgeschildert ist – und machte mich dann mit Jan auf zu einer kleinen Erkundungstour durch Danzig. Bei Eiseskälte sahen wir riesige Schiffe, zugefrorene Flüsse und gemütliche Bars, verliefen uns und fanden dann glücklicherweise doch wieder zur Altstadt.

Nachdem wir uns in einer kleinen Pizzaria mit leckerer Pizza und  Himbeer- und Ingwerbier (hier trinkt man Bier oft mit Sirup und Strohhalm zum Umrühren) aufgewärmt haben, holten wir Judith vom Bahnhof ab und machten uns wieder auf den Weg zum Hostel.

 


Am nächsten Tag kam Lea an und zusammen fuhren wir zur Westerplatte. Hier hatte die deutsche Besatzung im September 1939 von der „Schleswig-Holstein“ aus ein polnisches Munitionslager beschossen und damit den 2. Weltkrieg begonnen.

Danach ging es weiter nach Sopot (Zoppot), eine wunderschöne, kleine Kurstadt an der Danziger Bucht. Die Kompination von Strand und Schnee war echt ungewohnt.

Neben Schneemännern und Schneeballschlachten hörten wir das Meeresrauschen und dachten an den Nordpol, machten einige Fotos und versuchten, möglichst nicht zu erfrieren.

Dann wärmten wir uns in einem kleinen gemütlichen Restaurant auf, aßen frischen Fisch und betrachteten das kalte Meer gut geschützt durch große Fenster und machten uns bald auf den Weg zurück nach Danzig.

 

 


Am Sonntag blieb noch Zeit für die Danziger Altstadt. Gewappnet mit Handschuhen und leckerem Gebäck aus der Bäckerei (Faworki) schlossen wir uns mal wieder einer Free-Walking-Tour an, sahen bunte, verzierte, schmale und breite Häuser, die riesige Marienkirche (genauer gesagt eine der größten Hallenkirchen der Welt – wenn man Wikipedia glauben darf), schlürften Tee, liefen durch Sonnenschein und Eiseskälte und bewunderten die Schiffe auf der Motława.

 

Bei einer heißer Suppe im Brotlaib wärmten wir uns auf und genossen die letzten Momente in Danzig, bevor wir uns alle wieder in Richtung unserer temporären Heimaten aufmachten.

 

0 Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.