Besuch bei der Schulleiterin, Einkaufsbummel in Wien, Naturkundemuseum, ökumenischer Gottesdienst, Weihnachtsmarkt, Weltall, Sauerkrautsuppe

An einem Sonntag hat mich die Schulleiterin, welche sich wirklich sehr lieb um mich kümmert, zu sich nach Hause eingeladen. Sie wohnt in Vajnory, einem kleinen Vorort von Bratislava und hatte extra ein Festessen für mich gekocht: Huhn, Ente, Serviettenknödel und Rotkohl. Bei einem Verdauungsspaziergang danach zeigte Sie mir ihren schönen Ort und die angrenzenden Felder und Wälder. Nachmittags tranken wir noch zusammen Kaffee und aßen Johannisbeerkuchen, den wir gemeinsam vorher gebacken haben. Es war ein sehr schöner Tag gewesen.

 

Eingeladen wurde ich auch von der Mutter (Isabelle) einer meiner Schülerinnen. Am Kürbistag sind wir auf dem Pausenhof ins Gespräch gekommen und sie hat mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte mit Ihr und Ihren Kolleginnen am nächsten Tag nach Wien zu fahren. Lust hatte ich natürlich sehr, aber eigentlich hätte ich ja in der Schule unterrichten sollen. Also fragte die Mutter die Schulleiterin, ob ich nicht einen Tag frei bekommen könnte. „Natürlich kann Ulrike frei haben, Sie ist immer so nett und fleißig, da hat Sie sich das verdient“ sagte Diese.  Am nächsten Tag fuhren wir nach Wien. Mit dem Bus oder der Bahn braucht man eine gute Stunde. Isabelle und Ihre Kolleginnen von Siemens können perfekt und Akzent frei deutsch. Sie machen die Abrechnungen für deutsche Mitarbeiter, zum Beispiel von ihren Dienstreisen. Zuerst zeigten sie mir ein wenig die Stadt, danach ging es zum Weihnachtsshopping. Das machen die Drei jedes Jahr zusammen. In Wien war gerade Schlussverkauf und so habe auch ich mir ein neues T-Shirt gegönnt, als Erinnerung an diesen wirklich schönen Tag. Ich habe mich sehr über diese Einladung gefreut und es tat gut sich problemlos auf deutsch unterhalten zu können.

 

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(Ich auf dem Maria-Theresien-Platz)

 

Kurz darauf war ich noch einmal in Wien. Diesmal mit einer 7. Klasse meiner Schule und mehreren Deutschlehrern. Zuerst haben wir das Naturkundemuseum besucht, welches originell aufgebaut und sehr interessant ist. Es gibt viele Stationen wo die Schüler selber experimentieren können: Z.B konnte man an einem Computer schauen, wie man als Steinzeitmensch ausgeschaut hätte. Die Schüler fanden das Museum langweilig und waren schon nach 30 Minuten fertig. Wir brauchten die gesamten geplanten 2h und haben es nicht geschafft Alles ausgiebig anzuschauen. Aber mit 13 Jahren sind Museen halt uncool. Der 2. Programmpunkt, der Besuch des Wiener Weihnachtsmarktes, gefiel den Schülern deutlich besser. Während die meisten Weihnachtsmärkte die ich aus Berlin kenne hauptsächlich aus Ess- und Glühweinbuden bestehen, gab es hier in Wien sehr viele Handwerksstände, was mir gut gefiel. Nach einem Abstecher in einem Wiener Café fuhren wir zufrieden wieder Heim.

(Dinosaurierskelett)

 

Im Dezember fand der traditionelle ökumenische Weihnachtsgottesdienst der Karpaten Deutschen statt.  Unsere Schülerinnen und Schüler waren natürlich auch wieder dabei und haben mehrere deutsche Weihnachtslieder vorgetragen. Danach war ich noch mit einer Lehrerin und ihrer kleinen Tochter auf dem Weihnachtsmarkt, die Weihnachtsbeleuchtung anschauen und Zigana essen. (Fladenbrot mit Nackensteak, Zwiebeln, Paprika und Senf)

(Es möchte immer Jeder ein Selfie mit mir machen :P)

(In der Kirche)

(Weihnachtsmarkt)

 

Die 3. Klassen machen momentan ein Fächer übergreifendes Projekt zum Thema „Universum“. Nachmittags haben die Kinder mich gefragt, ob wir nicht ein Plakat basteln könnten mit den Planeten und Sternen. Ich war völlig unvorbereitet und hatte so gar keine Ahnung, aber zum Glück bin ich ja stolze Besitzerin eines Smartphones mit slowakischer O2 Sim Karte und mobilen Internet. Schnell hatte Google.de ein Foto parat. Daran orientierten wir uns dann, als wir hingebungsvoll unser Plakat gestalteten. Die Jungs der Klasse, welche sich sonst überhaupt nicht für unsere Bastelarbeiten interessieren, kamen irgendwann zu unserem Tisch und kritisierten unser Werk. Die Planeten würden nicht Detail getreu genug aussehen. Die Mädchen entgegneten dann, dass das doch egal sei und überhaupt sei das Plakat ein „deutsches Projekt“ und „deutsche Planeten“ würden wahrscheinlich einfach anders aussehen. Die Jungs, zwar manchmal etwas anstrengend, aber nicht blöd checkten natürlich sofort, dass die Planeten weltweit Gültigkeit besitzen und stichelten weiter. Ich zeigte Ihnen dann das Foto von Google und sie zeigten mir ein Bild aus ihrem Heft. Die beiden Bilder stimmten nicht über ein in Farbe, Form und Größe der Planeten.  Ich habe keine Ahnung welche Abbildung richtig war. Hauptsache wir hatten Spaß und das Plakat sieht gut aus 🙂

 

 

In der Woche vor Weihnachten fand dann das traditionelle Sauerkrautsuppe essen der Lehrerinnen und Lehrer statt. Nach dem Unterricht trafen sich Alle in der Schulküche. Eine 4. Klasse hatte ein kleines Theater Stück vorbereitet: Weihnachten im Bienenstock. Darauf folgte die Rede des Schulleiters und seines Stellvertreters. Anschließend gab es die Suppe. Sie war für mich zwar eher ein Eintopf, aber geschmacklich sehr lecker. Traditionell gehört Sauerkraut, Fleisch, Speck und Pilze hinein. Als Nachtisch gab es ein traditionell slowakisches Dessert: Quarkstrudel mit Kirschen. Strudel ist sehr typisch für die Slowakei. Am liebsten isst man ihn hier mit Mohn, Nuss oder Quarkfüllung.

(Selfie vorm großen Auftritt der Kinder. Ja, ich passe immer sehr gut auf Sie auf 😛 :D)

(Sauerkrautsuppe und Strudel)

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                      

 

 

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