Kürbistag, Krakau, Ausschwitz, Weihnachtsbasteln und backen

Ende Oktober haben wir in der Schule den Kürbistag, welcher an Halloween angelehnt ist, gefeiert. Die Schülerinnen und Schüler haben die Klassen mit Kürbissen, Skeletten, Hexen… geschmückt und sich verkleidet. Jeder Schüler hatte zu Hause einen Kürbis gebastelt und am Nachmittag wurden alle Kürbisse auf dem Pausenhof ausgestellt und der beste Kürbis, sowie die am schönsten geschmückte Klasse wurde von einer Jury gekürt. Zuerst zogen die Kinder mit Tröten lauthals um den Block und ins nahegelegene Einkaufszentrum. Nach einer Runde ging es wieder zurück und bei lauter Musik wurde auf dem Pausenhof ausgiebig getanzt und gefeiert. Anschließend bekamen die Kinder in ihrer Klasse einen Beutel mit Süßigkeiten geschenkt.

img_2476 img_2440 img_2444 img_2519

(Klasse 3a am Kürbistag, Auswahl an Kürbissen, Umzug ins Einkaufszentrum)

In den Herbstferien war ich mit Lorenz, Marius und Marvin (Kulturweit Freiwillige in der Slowakei) in Krakau. Auf direktem Wege sind es von Bratislava aus ca. 400km bis nach Krakau. Da man nicht direkt fahren kann mit den öffentlichen Verkehrsmitteln mussten wir über Brno (Tschechien) fahren. Aber die fast 8 Stündige Anreise hat sich auf jeden Fall gelohnt, denn die Stadt hat mir richtig gut gefallen.

(Die schöne historische Altstadt von Krakau)

(Burganlage in Krakau und Aussicht von dort)

Einen Tag waren wir auch in Ausschwitz. Man fährt 1 1/2 Stunden dorthin und auch wieder zurück. Die Führung dauert ca. 4 Stunden. Es war sehr beeindruckend dort: Beindruckend schrecklich. Beklemmend an einen Ort zu sein, an dem Millionen von Juden, Sinti und Roma und Behinderte grundlos und so grausam ermordet wurden. Der Unterschied von Ausschwitz zu anderen Konzentrationslagern ist, dass in Ausschwitz der Großteil der Gebäude erhalten geblieben ist. Ich kann Jedem empfehlen dort einmal hinzufahren. Bei der Führung an der wir teilgenommen haben, hat auch eine junge Frau teilgenommen, welche im Rollstuhl saß. Das gesamte Gelände war mit Kies ausgelegt und es war kein Gebäude ebenerdig. Man musste immer mindestens 5 Stufen erklimmen um in ein Gebäude zu kommen. Für gesunde Menschen kein Problem, wenn man im Rollstuhl sitzt jedoch schon. Und so half ich der Frau jede Treppe rauf und runter. Es fand sich dann auch immer ein netter Herr, der den Rollstuhl trug. Auf Grund meiner Arbeit als Krankenschwester weiß ich, dass es nicht selbstverständlich ist gesund zu sein. Dieser Tag hat mir noch einmal vor Augen geführt wie dankbar man über seine Gesundheit sein sollte und wie dankbar man sein sollte, dass man in Frieden leben darf, ohne Krieg, Verfolgung und Rassismus.

(Baracken und Gedenktafel in Ausschwitz)

Am nächsten Tag wollten wir dann Alle etwas besonders Schönes machen. Deshalb besuchten wir ein Salzbergwerk, welches heutzutage hauptsächlich für Besucher geöffnet ist. Die Wege, die für Besucher zugelassen sind, liegen 70 Meter unter der Erde. Es war sehr beeindruckend welche Infrastruktur dort unten geschaffen wurde: Kilometerlange Gänge, Restaurants, Salzkirche…

(Salzkirche: Die komplette Kirche samt diversen heiligen Bildern und Skulpturen wurde in das Salz gehauen)

(Rad und Holzkonstruktion)

(

(Bergarbeiterfiguren und Salzfass)

 

Im November gab es dann den ersten Schnee in Bratislava. Leider blieb er nicht liegen.

 

In der Schule habe ich dann begonnen mit den Kindern für Weihnachten zu basteln, welches auf großen Zuspruch stieß. Manche Kinder haben dabei besondere Unterstützung benötigt, weil sie nicht gut mit der Schere umgehen können. Natürlich half ich ihnen, als ich realisierte, dass sie es nicht alleine schaffen. Das veranlasste wiederum die Anderen dazu mich darum zu bitten ihren Schneemann auch auszuschneiden. Es war schwer zu erklären, dass ich nicht alle Schneemänner ausschneiden werde, aber irgendwann verstanden die Kinder es.

(Kinder beim basteln, selbst gebastelte Schneemänner und Tannenbäume)

 

In der Klasse 4e habe im beim Kekse backen geholfen. Danach haben wir noch ein wenig die frische Luft genossen und ein obligatorisches Selfie gemacht.

 

Im Februar wird unsere Schule an einer Charity Veranstaltung zu Gunsten herzkranker Kinder teilnehmen. Dafür basteln wir mit allen Klassen Figuren, Karten, Schachteln etc. zum Thema „Liebe“. Ein Teil der Basteleien wird versteigert werden und ein anderer Teil geht an die kranken Kinder direkt, um Ihnen eine kleine Freude zu machen und ein Lächeln zu schenken.

 

Letztens wurde ich zu der Weihnachtsfeier der Klasse 2c eingeladen. Die Kinder hatten ein 30 Minütiges Programm für die Eltern vorbereitet. Es wurden Gedichte aufgesagt, die Weihnachtsgeschichte erzählt und gesungen. Auf slowakisch und auch auf deutsch. Danach gab es ein riesiges Buffet mit Kuchen, Plätzchen und anderen Gebäckspezialitäten.

(Die Kinder warten aufgeregt auf ihren Auftritt, Windbeutel)

 

In der Klasse 3a haben wir Lebkuchen mit Zugerguss verziert. Diese Aktion kam mir ganz recht, denn ich habe hier keinen Ofen um Weihnachtsplätzchen zu backen. Als leckere Alternative habe ich jetzt Pralinen hergestellt.

 

 

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.