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Скопје, Македонија – Ein orientalisches Erlebnis an der Vardar

Es sind die Momente und Augenblicke,an die man sich gerne zurück erinnern wird. Angefangen hat es mit bloßer Gedankenspielerei, nun sitzt man erneut im Bus in die Ferne, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, ob man zurückkommt. Der folgende Bericht erzählt von albanischer Diaspora – und wie ich den Balkan endlich in mein Herz schloss.
Einer der trüben Tage Tiranas habe ich mir ausgesucht, um das letzte Nachbarland Albaniens zu bereisen. Hinter dem Nationalmuseum flackern die Straßenlampen, das Licht spiegelt sich in den Pfützen unweit des Sheshi Skender
bejs, nach einer kurzen Verspätung sitze ich bereits im Bus in das Land, dessen Flagge mir imponiert. Südöstlich von Elbasan erblicke ich atemberaubende Schönheit, der Mond lässt die gesamte Landschaft nicht richtig verdunkeln, man hat das Gefühl, dass man gezwungen ist, diese grelle Schönheit zu bewundern. Unzählige Stunden später in der Hauptstadt Mazedoniens. Skopje, die Außenbezirke erinnern an eine Mixtur aus Podgorica und Belgrad, ist in eine helle, weißfarbene Hülle gewickelt. Durch den sporadischen Sonnenschein fällt es teilweise sogar schwer die Augen zu öffnen, bei dem Versuch, die alte Steinbrücke zu passieren. Vor der Steinbrücke begegnet man Menschen, die sich trotz klirrender Kälte aus ihren Häusern getraut haben. Auf halbem Weg entlang der Vardar entdecke ich von weit her eine bronzene Statue, die sich wie die allgegenwärtigen Flaggen in die frühe Mittagssonne hinauft türmt. Alexander der Große ragt in imposanter Größe auf dem Macedonia Square heraus und wacht über das kalte Skopje. Die Ura e Gurrit überquerend begegne ich einem Stadtteil, der durch seine Architektur an die Altstadt Athens erinnert. Jeder Schritt wird durch Muezzingesänge begleitet, junge Albaner servieren Tee, die älteren Skopjer genießen auf traditionelle Weise ihren Kebab. Ein Hauch Orient weht mit dem kalten Wind, ich nehme Platz in einem türkischen Restaurant und genieße die mir empfohlene Hühnersuppe. Ein Blick aus dem Fenster. Es schneit unaufhörlich, Menschen verschwinden in die bedeckten Flohmarkthallen in der Carsija, während andere ihren Lebensaufenthalt draußen auf der Straße verdienen müssen. In den eng verwinkelten Gassen spiegeln sich die Sonnenstrahlen im Schaufenstergold, der die Straßen im türkischen Viertel prägt. Ich laufe vorbei und merke mit jedem Schritt, dass diese Umgebung mich in ihren Bann zieht, ich fühle mich durch das albanisch-türkische Umfeld wohl und überquere erneut die Steinbrücke. Kurz bevor ich ins Hostel zurückkehre nehme ich ein letztes Mal Platz in einer Salsa-Bar in der Nähe der Vardar. Der Macchiato schmeckt hervorragend, denke ich mir und setze die Tasse ab. Draußen schneit es weiter, die Baustelle ziert erneut einer der farbenfrohen Flaggen Mazedoniens. Nächstes Mal, so denke ich mir, komme ich in Begleitung , denn diese Stadt hat mehr Großes verdient. Blagodaram, Makedonia.
In diesem Sinne: Bis Bald
Aнил









vor 2 Monaten
interesannter Blog!