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Teil 1/3: Eindrücke aus Nairobi

Kaum zu glauben! Jetzt bin ich schon 7 Tage in Kenia und es ist schon so viel passiert, dass ich erst jetzt dazu komme, mal wieder meinen Blog zu pflegen. Der Übersicht zuliebe habe ich den Eintrag in drei Teile geteilt, nämlich „Eindrücke aus Nairobi“, „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ und „Auf geht’s nach Meru!“.

Nun also zunächst ein paar Dinge, die mir in Nairobi aufgefallen sind.

Zunächst wäre da der Kontrast zwischen neu und alt, den ich immer wieder bemerkt habe. Es gibt moderne Hochhäuser (vor allem im Zentrum), aber auch kleinere Schops und sehr einfache Häuser. In Nairobi sind mir auffallend viele Leute in Anzug oder sonstigen Business Dress begegnet, ansonsten werden Jeans oder Stoffhosen getragen und nur sehr wenige haben „traditionelle Kleidung“ an.

Das Obst ist hier sehr günstig und super lecker! Für umgerechnet 25 Cent bekommt man hier z.B. eine Avocado. Außerdem finde ich, dass das Obst hier viel „echter“ aussieht als in Deutschland, wo oft leider nur perfekt gekrümmte Bananen, gespritzte Melonen oder Tomaten mit Mindestgröße im Supermarkt landen. Heute werde ich das erste Mal in Meru auf den Markt gehen, da freue ich mich schon drauf.

Im Straßenverkehr wird hier einiges etwas lockerer gesehen als in Deutschland. Eine grüne Ampel bedeutet hier lange nicht, dass man sicher über die Straße laufen kann. Ob Ampel oder nicht, es ist gewissermaßen immer ein Vortasten und schnelles Reagieren gefragt. Aber selbst in meinen fünf, sechs Tagen in Nairobi habe ich mich daran recht gut gewöhnt. Die Kenianer bewegen sich meist in bunt bemalten Bussen, Kleinbussen (den sogenannten „Matatus'“, dazu später mehr) oder auf Mofa-Taxis („Boda Boda“ genannt) fort. Ein Taxi oder das eigene Auto benutzen eher Wenige.

Bemerkenswert ist auch, dass es hier bereits um 19 Uhr komplett dunkel ist. Gerade als Europäer sollte man es vermeiden, im Dunkeln alleine rauszugehen. Selbst tagsüber wurde ich auf der Straße öfter angesprochen, angebettelt oder einfach „Mzungu“, was auf Kiswahili soviel heißt wie „Europäer“, genannt. Das ist wahrscheinlich nicht einmal böse gemeint, aber geschieht vermutlich aus dem selben Grund, wie die Blicke, die ich hier dauernd auf mir spüre: Ich sehe einfach anders aus und das kennen viele Kenianer, gerade hier in Meru, wo es kaum Europäer gibt, nicht.

Während meiner Zeit in Nairobi habe ich außerdem einen kleinen Einblick in die Arbeit des Goethe-Instituts (und vor allem in die der PASCH-Initiative) bekommen. Zusammen mit anderen PASCH-Freiwilligen hatte ich einen Einführungstag in Nairobi bei meiner Ansprechperson Viktoria Widhammer und war nachher bei einem Workshop zum Thema „Studieren – in Deutschland?“ dabei. Daran haben 19 SchülerInnen aus Uganda, Tansania, Burundi und Kenia sowie die jeweiligen PASCH-LehrerInnen teilgenommen. Dort habe ich auch Emmah, die Deutschlehrerin hier in Meru und meine zweite Mama während meiner Zeit in Kenia, kennen gelernt. Sie ist echt super und ich freue mich auf die gemeinsame Zeit mit ihr!

Für alle die es nicht wissen: PASCH bedeutet „Partnerschulen“ bzw. „Schulen: Partner der Zukunft“. Wie ihr euch gerade vielleicht schon gedacht habt, handelt es sich dabei um ein Netzwerk verschiedener Schulen aus der ganzen Welt, an denen Deutsch unterrichtet wird.

Soviel erstmal zu meinen ersten Eindrücken aus Nairobi. Ich werde bestimmt noch öfter dort sein, um die anderen Freiwilligen zu besuchen, oder aber, wenn meine Schule Ferien hat und ich im Goethe-Institut mitarbeiten werde. Falls ihr schon Fragen habt, schreibt diese gerne in die Kommentare. Ich freue mich! 🙂

Liebe Grüße, eure Lara


 

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